Wie ihr sicherlich wisst, läuft auf Facebook aktuell die Releasewoche zu Elea Brandts neuestem Buch Sand & Wind. Insgesamt gibt es 6 Schauplätze, die heute vorgestellt werden. Falls ihr noch bei mir das erste Mal davon hört: Start ist bei Die Büchernixe​. Bei ihrem Blogbeitrag findet ihr dann die nächste Station. Nach mir solltet ihr bei Amy Bell & Co. KG​ schauen. <3

Wie ihr oben seht, geht es bei mir nun um das Handwerkerviertel. Da ich das Buch noch nicht kenne (erscheint ja erst 25.06), hat die Autorin einen kleinen Beitrag zum Handwerkerviertel geschrieben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen:

Das Handwerkerviertel
Zufrieden ließ Quiro sich treiben und genoss die Sonnenstrahlen, die ihn auf der Nasenspitze kitzelten. Er war dabei nicht der Einzige, in den späten Stunden des Nachmittags blühte Zarbahan erst richtig auf. Kinder spielten vor den Häusern mit Puppen und Holzfiguren. Männer mit gepflegten grauen Bärten zogen im Schatten farbenfroher Stoffbahnen an einer Wasserpfeife, deren Aroma die Straße flutete, und verhärmt aussehende Burschen schleppten die Einkäufe einer Dame vorbei, deren rechter Schuh vermutlich so viel wert war wie Quiros gesamte Kleidung. Das war typisch für Zarbahan: Arm und Reich gingen so selbstverständlich Hand in Hand, dass es niemandem auffiel. In manchen Straßen lebten sie sogar Haus an Haus.

Fröhlich pfeifend tauchte Quiro aus der Gasse in den Menschenstrom ein, der sich die Straße zum Fluss hinunterwälzte. Quadratische, zwei- bis dreistöckige Bauten aus festem Lehm und Sandstein säumten die Straße und drängten sich so eng zusammen, dass kaum zwei Kamele nebeneinander passieren konnten. Die Bögen der Rundfenster und Tore waren mit verschlungenen Mustern und bunten Mosaiken verziert und auf den zinnenbewehrten Dächern bogen sich kleine Palmen, Zitronen- und Orangenbäumchen im warmen Wüstenwind.


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