8 Fragen einer Autorin an Buchblogger

Vor kurzem habe ich nachgefragt, was Autoren über Buchblogger gerne wissen möchten, da ich gerne ein FAQ mit den wichtigsten Fragen gestalten wollte. Die Autorin Christa Kuczinski hat sich hierfür gemeldet und ein paar interessante Fragen gestellt. Da diese nicht komplett ins FAQ passen, ich sie aber spannend finde, gibt es heute einen extra Beitrag dafür. Ich freue mich über jeden Blogger, der die Fragen ebenfalls beantworten möchtet. Nehmt gerne mein Beitragsbild dazu und verlinkt mich in euren Beiträgen, damit ich bei euch kommentieren kann. 

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Ab welchem Zeitpunkt fiel die Entscheidung offiziell Buchblogger/in zu werden? Wie lange bloggt ihr schon?

Meinen Blog gibt es seit Juni 2014. Zu Beginn habe ich mich mit Produktrezensionen auseinandergesetzt, da mich das Besprechen von unterschiedlichen Produkten sehr gereizt hatte. Schnell habe ich gemerkt, dass mich meine Bücher vielmehr erfüllen. Ich wollte meine Gedanken über sie hinaus in die Welt tragen und meine Lieblingsautoren unterstützen. Richtig entschieden offiziell Buchbloggerin zu werden, habe ich mich mit meiner ersten Rezensionsanfrage. Damals wusste ich nicht, dass es so etwas überhaupt gibt und habe mich wahnsinnig gefreut. Dies hat meine Leidenschaft noch mehr entfacht. Lest dazu gerne auch meinen Beitrag 7 Jahre Magische Momente in der kleinen Bücherwelt. Dort steht etwas über meine Anfänge.

 

Welche Vorstellung hattet ihr in den Anfängen über das Bloggen? Hat sich diese Vorstellung erfüllt?

Ehrlich gesagt bin ich mit wenigen Vorstellungen an das Bloggen herangegangen. Wenn ich rückblickend überlege, gab es 2014 zwar einige Buchblogs, jedoch waren sie noch nicht so stark verbreitet wie heute. Gerade die Facebookszene war noch nicht so überlaufen. Klar hatte ich mich damals sehr darüber gefreut, dass ich viele Anfragen bekommen habe. Ich dachte jedoch nicht, dass es irgendwann einmal anstrengend werden könnte. Ich bin ein sehr perfektionistischer Mensch, der alles, was er in die Hand nimmt, gerne perfekt machen möchte. Das spiegelt sich auch in meinen Beiträgen wider, die immer durchdacht sind. Somit hätte ich 2014 nicht gedacht, dass ich irgendwann einmal “Erfolg” mit dem Bloggen haben würde. Ob ich den heute habe, ist subjektiv. Für mich auf jeden Fall, denn es gab in den letzten Jahren immer wieder kleine Erfolge.

 

Entwickelten sich bei der Vielzahl an Autorenkontakte auch mal Freundschaften?

Freundschaften habe ich bislang bei mir nicht erlebt, aber Autoren, die sich auf mich verlassen und mit denen ich schon seit langem in Kontakt stehe. 

 

Bevorzugt ihr eine eigene Homepage, oder, Facebook, Twitter, Instagram usw? Und wenn ja, warum?

Meine großen Beiträge, wie diesen hier, veröffentlich ich am liebsten über den WordPress Blog, da ich mich hier mit Worten austoben kann. Neben dem Blog mag ich meine Facebookseite sehr gerne, auch wenn ich sagen muss, dass sie in den letzten Jahren etwas an Reiz verloren hat. Facebook ist ein ziemlich hartes Pflaster geworden und ich konnte mich aufgrund meiner Pause nicht gegen andere Facebookseiten durchsetzen. Ich hoffe, dass sich das in der Zukunft noch ändern wird. Aktuell kämpfe ich stark mit sinkenden Followerzahlen. Instagram besitze ich auch, benutze es aber nur sporadisch. Mir liegt es nicht jeden Tag ein neues Bild dort zu posten. Ich gehöre einfach nicht zu den Bloggern, die jeden Tag ein neues Buch lesen und dies zeigen können. Viel schöner finde ich für mich Pinterest. Dort veröffentliche ich meine selbstgestalteten Bilder mit Canva und freue mich immer über neue Besucher. Ich stöbere einfach selbst gerne dort und hoffe, dass auch andere mich dort finden. 

 

Wie empfindet ihr die in den letzten Jahren doch rasante Entwicklung im Bereich des Bloggens?

Wie bereits erwähnt, gab es 2014 schon einige Blogs, jedoch nicht so viele. Gerade die Facebookseiten und Instagramseiten haben in den letzten Jahren zugenommen. Da Instagram immer noch nicht meine Plattform ist, fokussiere ich mich eher auf Facebook. Dort ist mir aufgefallen, dass es mittlerweile gefühlt 1.000 Buchseiten gibt. Viele wollen ihre Leidenschaft zu ihren Büchern in die Welt hinaustragen. Ich bin aber ehrlich, dass ich nur wenigen folge. Mir gefallen vor allem die Seiten, die nicht nur irgendwelche Cover oder jeden Tag ein neues Buch posten, das sie lesen (unglaubwürdig). Mir gefallen Seiten, die tolle Aktionen gestalten, schöne Bilder machen und informative Beiträge mit Mehrwert bieten. Genau das ist meine Einstellung. Ich sehe andere Buchblogger nicht als Konkurrenz. Vielmehr freut es mich, dass es solch eine breite Masse gibt, aus dessen Topf sich Autoren ihre Lieblingsblogger aussuchen können. Ich würde mir wünschen, dass jeder Buchblogger seine “Arbeit” ernst nimmt und ich nicht mehr lesen muss, dass sich Blogger xy ein Rezensionsexemplar gekrallt und sich nie wieder gemeldet hat. 

 

Was ist es, was euch, trotz negativen Erfahrungen weiterhin “am Ball” hält?

Ich habe bereits einige negative Erfahrungen sammeln müssen, die mich zum Teil sehr heruntergezogen und an meiner Motivation gekratzt haben. Aber wenn ich ehrlich bin, liegt es an mir. Ich nehme mir sehr schnell etwas zu Herzen und versuche es besser zu machen. Ich habe festgestellt, dass das “normale” bloggen, das viele ausleben, nichts für mich ist. Ich möchte nicht nur Buchwerbung machen und Rezensionen schreiben. Ich möchte viel mehr. Meine Vision ist es, mit meinen Beiträgen Autoren zu erreichen und ihnen bei mir die Möglichkeit zu geben ihre offenen Fragen beantwortet zu bekommen. Als Art Coach zum Beispiel. Negative Erfahrungen gehören dazu, allerdings sehe ich sie mittlerweile als Chance etwas zu verändern und mich weiterzuentwickeln. Ohne negative Erfahrung wäre ich heute nicht an der Stelle, an der ich aktuell stehe. Daher danke ich allen, die mir dies ermöglicht haben. Natürlich auch allen, durch die ich postive Erfahrungen sammeln konnte.

 

Was ist euch im Bezug auf Autoren, die mit euch zusammenarbeiten, besonders wichtig? 

Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ich gehöre zu den Menschen, die sich melden, wenn sie im Verzug sind. Ich gehöre auch zu den Menschen, die ein wahnsinnig schlechtes Gewissen haben, wenn sie dem nicht nachkommen können, was sie versprochen haben. Daher versuche ich mir immer nur das aufzulasten, was ich auch schaffe. Das war damals anders. Mir ist es wichtig, dass Autoren mir vertrauen können und sie einfach zu mir ehrlich sein können, wenn ihnen etwas nicht passt. Ich wünsche mir aber auch, dass sie mich wertschätzen, so wie ich sie wertschätze. 

 

Mein Fazit

Ich liebe meinen Blog und ich liebe die Zusammenarbeit mit den Autoren. Ich möchte weiterhin meine Leidenschaft zum Lesen und buchigen Themen an euch weitertragen und freue mich auf weitere schöne Jahre. 

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