Adventskalender Tag 8

Adventskalender Tag 8

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich letzten Monat das Relikt der Fladrea rezensiert habe? Genau um diesen Autor geht es heute: Dominik Schmeller

Der Zauber dieser stillen Zeit fängt sich im Kerzenschein.
Auf Tannenzweig und grünem Kranz, umwirbt er uns im Flammentanz und zieht mit weihnachtlichem Glanz in unsre Herzen ein.
Anika Menger


Lieber Dominik,
das Relikt der Fladrea ist dein erstes
Verlagsbuch. Gab es für dich damals auch die Option das Buch als Selfpublisher
zu veröffentlichen oder war dir direkt klar, dass es zu einem Verlag soll?
An sich ist das Relikt der Fladrea schon mein drittes
Buch bei einem Verlag. 2015 erschien “vita aeterna” von mir im
NullPapierVerlag und der Kurzroman “Chastels Geheimnis” im
Leserattenverlag, beide aber lediglich als Ebook. Das Relikt der Fladrea ist
also in der Tat mein erstes Printbuch, das in einem Verlag erschien. Als ich
die Idee zu der Geschichte 2012 ausbaute, besaß der Selbstverlag noch ein
gewisses “Gschmäckle”. Außerdem habe ich davor schon ein bisschen mit
Selbstverlag experimentiert und war nicht zufrieden mit der Reichweite. Bei dem
Relikt der Fladrea war es mir sehr wichtig, möglichst viele Leser damit zu
begeistern. Deshalb kam dafür nur ein Verlag für mich in Frage.

Kannst du dir trotzdem vorstellen, dass du
irgendwann ein Buch noch einmal selbst herausbringst? Also, wenn mehr Leser auf
deine Bücher aufmerksam geworden sind?
Im Moment bin ich sehr glücklich als Verlagsautor. Aber man soll
ja nie etwas ausschließen. Und tatsächlich gibt es da ein kleines Projekt, das
ich mit einem Kollegen plane und das wahrscheinlich im Selbstverlag rauskommen
wird. Aber da wird noch nichts drüber verraten.
Ach das ist ja fies. Dabei
brenne ich darauf mehr zu erfahren. Dann gehen wir noch mal zu Fladrea zurück.
Da ich das Buch selbst gelesen habe, würde ich natürlich gerne wissen, wie dir
die Idee des Buches kam.
Die erste Idee, die ich hatte, war ein Bild
von einer jungen Frau und einem jungen Mann, die zusammen durch einen
herbstlichen Wald marschierten, um ein verborgenes Gemäuer zu finden. Dieses
Bild habe ich dann Schritt für Schritt weiter ausgebaut. Zum Beispiel musste
ich die Frage beantworten, wem denn dieses verlassene Gemäuer mitten im Wald
gehörte? Da waren die mysteriösen Fladrea geboren, das Volk das vor langer Zeit
dieses Land verlassen hatte. Da ich das junge Mädchen, Larima, schon hatte,
kannte ich jetzt auch ihre Aufgabe im Buch: Dieses verschollene Volk zu finden.
So fing alles an.
Ein sehr interessanter Gedankengang. Das
heißt, dass deine Geschichte durch eine kleine Idee bzw. ein kleines Bild
entstehen und du dann nach und nach die Geschichte darum webst?
Das ist tatsächlich meistens so. Bei
den Fladrea war dieses Bild aber am intensivsten bisher. Oft habe ich auch die
Idee einer bestimmten Situation oder Figur, die mich zu einer Geschichte reizt.
Bei vita aeterna war es sogar das gesamte Ensemble der Hauptcharaktere. Eine
Art Reise-/Abenteuergruppe, die durch ein Ereignis auseinandergerissen wird.
Das klingt vielversprechend und ich bin schon
sehr gespannt, was uns in Zukunft von dir erwartet. Gibt es noch etwas, was du
gerne erzählen möchtest?
Das schöne am Autoren-Dasein ist sicherlich
die Abwechslung. Im Moment stecke ich zwar mitten in der Überarbeitung des
zweiten Teils der Fladrea-Saga, die den Arbeitstitel “Der Hüter der
Fladrea” trägt, doch ich bastele zugleich auch an meinem anderen Projekt,
das ich mit meinem Kollegen auf die Beine stelle. Dazu kommt dann die Planung
für die Buchmesse Leipzig nächstes Jahr, auf der mich mein Verlag auch gerne
sehen würde.

Es wird also niemals langweilig.
Eine ganz besondere Sache aber, in die ich im Moment auch viel Zeit für die
Organisation stecke, ist mein Herzensprojekt: Der Drachenzirkel (facebook.de/drachenzirkel)

Dafür lade ich jeden Monat einen anderen
Fantasy-Autor nach München ein, der sein Werk in einer Lesung vorstellt und mit
den Gästen über seine Geschichten diskutieren kann.

Die erste Lesung wird am 6. Januar 2018 stattfinden und ich freue mich riesig
darauf.

Das hört sich wahnsinnig spannend an und ich
kann mir vorstellen, dass es einige Leser und Autoren anlocken wird. Vielen
Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und weiterhin viel
Erfolg.
Vielen Dank für das Interview! Ich wünsche
dir weiterhin schöne Lesestunde und viel Freude in weit entfernten,
phantastischen Welten.

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