Ein Herz für Selfpublisher – Janine Prediger

Quelle

Heute Mal etwas anders, denn die liebe Janine hat sich die Mühe gemacht und einen sehr langen Text geschrieben. Diesen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Aber zu erst möchte ich euch noch ihren Entstehungsbeitrag zeigen, den sie mir damals für meinen Blog geschrieben hat. Den findet ihr hier. 

Und da ich mir sicher bin, dass nicht jeder ihre Bücher von ihr könnt, hier ihre zwei aktuellsten Bücher:

Equinox – Das Lichtmal Tanayars
Arbeiter, Schamane, Künstler oder Herrscher
In Yaradan, der Stadt der Sonnenkinder, wird jedes Kind in eine dieser vier Kasten hineingeboren und bekommt damit einen festen Platz in der Gesellschaft zugewiesen. Bei den diesjährigen Feierlichkeiten der Schamanenweihe kommt es jedoch zu einem grausamen Zwischenfall, bei dem eine Sonnentochter ums Leben kommt. Doch handelt es sich wirklich um eine Strafe des Sonnengottes, oder steckt etwas anderes hinter dem Tod der talentierten Schamanin? Die Arbeiterin Kamyri glaubt nicht, dass das plötzliche Ableben ihrer älteren Schwester von den Göttern bestimmt sein soll, wie es der oberste Herrscher verlauten lässt. Ihre Zweifel und Fragen bringen die Arbeiterin schnell in tödliche Gefahr. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät Kamyri immer tiefer in eine dunkle Verschwörung hinein. In den verworrenen Mythen ihres Volkes findet sie Antworten, aber begegnet auch einem lange vergessenen Feind, der nicht nur ihr Leben, sondern das aller Sonnenkinder in Yaradan bedroht.

Der Dämon von Naruel
Frische Fantasy, blutverschmiert und packend bis zum Ende!
Verzweiflung treibt Pan dazu, ihre Seele an einen Dämon zu verkaufen, doch das Ausmaß dieser Entscheidung übersteigt die Vorstellungskraft der jungen Kriegerin.  Ihr silberner Hoffnungsschimmer in der Nacht wandelt sich plötzlich in einen blutroten Albtraum: Denn die nächste Mondfinsternis droht ein uraltes Übel aus einem tausendjährigen Schlaf zu wecken.  Pan wird es zur Bestimmung gemacht, dies unter Einsatz ihres Lebens zu verhindern. Sie muss die wiedergeborenen Götterseelen der Vergangenheit finden und zusammenführen, um die Länder Naruels vor der ewigen Finsternis retten zu können. Aber kann diese heilige Aufgabe gelingen, wo doch ihre eigene Seele mehr und mehr von einem Dämon vergiftet wird?

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So nun aber der Beitrag von ihr, auf den ihr gewartet habt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Janine Prediger:

Die Anfänge
Ich wurde in den frühen 90er Jahren geboren und wuchs in einer Kleinstadt in Westfalen auf. In der Grundschulzeit entdeckte ich die Freude am kreativen Schreiben und versuchte die Eindrücke, die ich bei Streifzügen durch den Wald oder die Fluss-Auen bekam, in spannenden Abenteuern auf Papier festzuhalten. Meine ersten Kurzgeschichten entstanden. Während meiner Zeit am Gymnasium arbeitete ich über viele Jahre an meinem Fantasy-Roman “Der Dämon von Naruel”. Das Erarbeiten meiner ersten umfangreichen Geschichte entwickelte sich bald zu meinem größten Hobby.

Damals hegte ich noch nicht den Wunsch, mein Werk eines Tages zu veröffentlichen. Es hat mir einfach Spaß und Freude bereitet, eine fantastische Welt innerhalb von Buchseiten zu kreieren … sehr viel mehr Spaß, als Texte zu analysieren oder Gedichte zu interpretieren. (Abgesehen von kreativen Aufgaben war ich im klassischen Deutschunterricht nämlich eine echte Graupe.)

Auf Verlagssuche
Im Jahr 2009 schrieb ich das Ende meines Fantasy-Romans, der inzwischen einen stolzen Umfang von 300.000 Wörtern erreicht hatte und sich damit als echter “Wälzer” bezeichnen ließ. Ich war stolz auf das, was ich über die Jahre erschaffen hatte und nun keimte auch der Wunsch in mir auf, andere Menschen daran teilhaben zu lassen, ihnen zu zeigen, was ich in Hunderten Stunden Arbeit geschaffen hatte.

Ich schrieb zahlreiche Verlage an, um ihnen mein Manuskript anzubieten, aber wurde immer abgelehnt. Damit landeten mein Werk und der Traum, das eigene Buch gebunden in Händen zu halten erst einmal in der Schublade meines Schreibtisches. Erst 2013 holte ich das Manuskript wieder hervor und überarbeitete es noch einmal komplett. Inzwischen waren Selfpublisher-Plattformen publik geworden und boten die Möglichkeit, auch ohne die Unterstützung eines Verlags ganz unkompliziert seine Werke zu veröffentlichen. Das weckte neue Hoffnung und Motivation in mir!

Auf eigene Faust
Also beschloss ich 2014 den Anfang meines Romans über die Selfpublisher-Plattform “Bookrix” Lesern zugänglich zu machen. Da ich niemanden in meinem Umfeld hatte, der sich für meine Schreiberei interessierte, wollte ich endlich wissen, wie die Geschichte bei Lesern ankommt und vielleicht auch den Grund herausfinden, warum die Verlage mein Buch abgelehnt hatten. Ich war leider nicht ganz zufrieden mit der Philosophie von “Bookrix”, weshalb ich bald zu “Neobooks” und später zu “Books On Demand” wechselte, wo ich auch heute noch publiziere.

Trotz einiger fantastischer Rezensionen von begeisterten Lesern blieb der Erfolg meines Debüts sehr dürftig und ich erreichte leider nie eine größere Reichweite. Trotzdem schrieb oder überarbeitete ich jeden Tag unermüdlich, machte mein einstiges Hobby zu meinem Beruf und versuchte im Internet Leser für meine Geschichten zu gewinnen. Ich schrieb sogar einen umfangreichen Folgeteil zu “Der Dämon von Naruel”, welchen ich aufgrund des fehlenden Leserinteresses jedoch nie veröffentlichte. Durch das intensive Schreiben und Überarbeiten gelang es mir allerdings, meinen Schreibstil zu festigen und meine Fähigkeiten als Wortakrobat auszubauen. Ich versuchte nun auch mit Kurzgeschichten Aufmerksamkeit bei Verlagsausschreibungen zu erlangen.

Erfolge und Fehlschläge
Als ich 2016 mit meiner Kurzgeschichte “Bleich” beim Sternensand Verlag in die Anthologie “Winterstern” aufgenommen wurde, war dies ein großer Erfolg für mich, da meine Arbeit nun erstmals einer breiteren Masse von Lesern zugänglich gemacht wurde und ich Bestätigung für die Qualität meiner Texte erhielt. 2017 begann ich mein neues Buchprojekt “Equinox”, welches ich dem Sternensand Verlag noch im gleichen Jahr als Manuskript anbieten wollte. Das Projekt entwickelte allerdings einen größeren Umfang, als zunächst geplant, weshalb sich die Fertigstellung des Romans bis ins Jahr 2018 verzögerte.

Leider trat im März (just an dem Tag, an dem ich mein Manuskript absenden wollte) ein plötzlicher Aufnahme-Stopp für neue Autoren beim Sternensand Verlag in Kraft und ich konnte meine Arbeit nicht mehr einsenden. Das hat mich sehr getroffen und ich glaubte kurzzeitig, dass sich alles gegen mich verschworen hat. Da das Warten auf Aufhebung des mehrere Monate andauernden Einsende-Stopps keine Option für mich war, habe ich mich dazu entschieden, mein neues Buch “Equinox – Das Lichtmal Tanayars” wie auch meine 4-teilige „Der Dämon von Naruel“-Reihe ebenfalls im Selfpublishing zu veröffentlichen.

Natürlich hätte ich mich gefreut, zur Abwechslung auch mal in einem richtigen Verlag zu veröffentlichen und ein professionelles Korrektorat und Lektorat für mein Buch zu bekommen. Aber das Schicksal hat mir mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass dieser Weg anscheinend nicht für mich bestimmt ist.

Ich gehe meinen Weg
Im Endeffekt hat es auch viel Gutes, selbst zu veröffentlichen. Denn beim Selfpublishing behalte ich als Autor die volle Kontrolle über die Handlung der Geschichte und Gestaltung des Buches. Die Handlung wird nicht “geglättet” und von einem Verlag an die Vorlieben der Leser angepasst. Sie behält auf diese Weise meine persönliche Note und läuft nicht Gefahr, an etwas angepasst zu werden, was sich vielleicht besser verkaufen würde, der Geschichte aber unter Umständen die Individualität nehmen könnte.

Ich bin Selfpublisher und ich bin Künstler. Ich schreibe nicht, damit meine Texte anderen gefallen und viel Geld einbringen. Ich schreibe, weil es mir Freude bereitet, Leser in fremde Welten zu entführen, in meine Welten. Ich schreibe, um zu erschaffen. Was bei aller Liebe zum Schreiben nicht verschwiegen werden sollte: Selfpublishing bringt sehr viel Arbeit mit sich.

Da ich wirklich alles selbst mache, von Buchsatz über Cover-, und Kartenerstellung bis hin zu Lektorat und Marketing, nimmt es viel Zeit in Anspruch und ab und an geht mir da leider auch mal ein Rechtschreibfehler durch die Lappen. Auch mein Selfpublishing-“Verlag” macht es mir manchmal unnötig schwer, wenn ich mich noch zusätzlich um die Richtigstellung der Metadaten in den Online-Shops kümmern muss, die Zahlen oder der Text-Editor von BoD mal wieder spinnen oder dringend erwartete Probedrucke auch mal vier Wochen unterwegs sind …

Aber letztendlich sind all die Mühen es wert, wenn ich dafür sagen kann: “Das ist mein Werk, ich allein habe dieses Buch, diese Welt geschaffen und ich bin stolz darauf.” Es gibt leider viele Leser, die der Arbeit von Selfpublishern aus verschiedensten Gründen mit Abneigung begegnen, und deswegen finde ich es immer wieder toll, auf Leser oder Blogger zu stoßen, die ein Herz für Selfpublisher haben. Denn sie wissen, dass wir beim Schreiben unserer Werke auch mit ganzem Herzen dabei sind. Daher an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an dich, liebe Anna, dafür, dass du uns Selfpublisher so kräftig unterstützt!

Links:
Auf meiner Autorenwebsite findet ihr alles Wissenswerte über mich und meine Werke: www.prediger-fantasy.jimdo.com

Auf Facebook teile ich meine neuesten Schreibfortschritte mit euch oder informiere euch über Gewinnspiele, Preisaktion u.v.m.: www.facebok.com/autorjanineprediger

Seit Neustem bin ich auch auf Instagram zu finden, wo ich neben meinen Büchern vorwiegend Fotos von Landschaften oder Dingen poste, die mich inspirieren: www.instagram.com/prediger_fantasy 

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