[Geburtstagsmonat] Irmela Nau – Ich stelle mich vor

[Geburtstagsmonat] Irmela Nau – Ich stelle mich vor

Heute möchte sich Irmela Nau vorstellen. Ihr Buch Die Dracheninsel habe ich vor einiger Zeit gelesen und es hat mir richtig gut gefallen. Ihr solltet euch das Buch auf jeden Fall einmal anschauen. 🙂

Irmela Nau

Ich stelle mich vor:
Im
richtigen Leben heiße ich Ela Bluhm, aber mein Autorenname ist Irmela Nau. Das
liegt daran, dass mein erstes Buch genau an dem Tag veröffentlicht wurde, an
dem ich geheiratet habe und die Hochzeit ziemlich kurzfristig geplant wurde, da
war das Buch quasi schon im Druck.

Angefangen
zu schreiben habe ich schon in meiner Jugend. Erst Gedichte, dann habe ich mich
an Liebesromanen versucht. Blöderweise hatten sich meine Figuren nach der
ersten gemeinsamen Nacht nicht mehr viel zu sagen – und das will doch keiner
lesen, ist ja fast wie im richtigen Leben 😉
Ich
habe dann lange Zeit die Finger vom Schreiben gelassen, aber dann wieder
angefangen. Jetzt bleibe ich bei Fantasy. Ich schreibe Kurzgeschichten und
Romane.

Am
leichtesten fällt es mir, wenn ich eine Überschrift habe. Dann läuft der Rest
fast von selbst ab. Fast wie ein Film in meinem Kopf, dem ich zugucken und
abschreiben kann. Deshalb gibt es auch manchmal für mich überraschende
Wendungen.

Im
Moment mache ich sehr viele Testlesungen, schreibe aber auch noch an einer
Fortsetzung für meinen ersten Roman „Die Dracheninsel“. Und dann darf ich
natürlich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich zwei Hunde und vier Pferde habe, die mich regelmäßig vom
Schreiben abhalten. 
Ich
habe auch noch irgendwo eine Leseprobe für Euch, wo war sie denn noch gleich?

Ah
– da ist sie ja:

Der nächste Morgen brach mit strahlendem Sonnenschein
herein. Byrag erwachte durch Malvines Stimmchen, die ihm ins Ohr schrie.
Ruckartig setzte er sich auf, und weil Malvine ihm sogleich bedeutete, dass er
ihr schweigend folgen solle, erhob er sich und stampfte so leise, wie es ihm
möglich war, hinter ihr her, bis zu Elrics Lagerstatt. Was er dort zu sehen
bekam, nahm ihm die Kümmernisse des vergangenen Tages von der Seele. Elric lag
völlig verkrampft auf dem Rücken und  war
darum bemüht sich nicht zu bewegen. Emily lag auf seiner Brust, hatte die
Hinterbeinchen ausgestreckt, und ein Vorderbeinchen lag mit gespreizten Fingern
auf seinem Kinn. Sie schlief tief und fest. Fast flehentlich blickte Elric
drein. „Ich kann mich nicht rühren, ohne dass sie aufwacht“, flüsterte er. 

„Wir
müssen aber los. Also müsst Ihr sie sowieso wecken.“
„Aber das könnte ihr peinlich sein.“
Erstaunt
zog Malvine die Augenbrauen hoch. Dann schwirrte sie neben Elrics rechtes Ohr
und wisperte: „ Dann macht die Augen zu und tut so, als ob Ihr schlaft. Ich
wecke sie und alles ist in Ordnung.“ Dann flatterte sie zu Byrag und gab ihm
die Instruktion, draußen zu warten.
Brummelnd
zog der Drache von dannen. Die Elfe flog dicht zu Emily und stupste sie leicht
an.
„Quack?“
„Kommt
Emily, Ihr müsst aufwachen. Wir wollen los, um die Höhle zu erforschen, aber
wenn Elric aufwacht und sieht, wie Ihr hier liegt, dann bildet er sich nur
wieder was ein.“
„Quack.
Ach du gute Güte.“ Als Emily bewusst wurde, wo sie die Nacht verbracht hatte,
sprang sie erschrocken zu Boden und hopste in Richtung Höhleneingang. „Malvine,
bitte versprich mir, dass du ihm das nicht erzählst. Er darf nichts davon
erfahren, hörst du.“ 
„Regt
euch nicht auf, Emily. Es ist doch nichts passiert. Seht Ihr, er schläft noch,
und ich werde es ihm bestimmt nicht sagen.“
„Danke, Malvine. Das vergesse
ich dir nie.“ Erleichtert hüpfte Emily nach draußen und begrüßte Byrag, der
urplötzlich neben ihr auftauchte. Nach einem lustigen Zwinkern in ihre Richtung
brüllte er in die Höhle hinein: „Elric! Los, steht auf, es wird Zeit.“ Dann
kicherte er still vergnügt in sich hinein und trottete zur Quelle.

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