Interview mit Mira Valentin

Interview mit Mira Valentin

Im Rahmen des Deutschen Phantastik Preis 2019 habe ich für euch Mira Valentin interviewt. Mich begeistern ihre tollen Bilder schon lange und sie machen richtig neugierig, auch endlich ihre Bücher zu lesen. Ich wünsche euch viel Spaß.

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Anna: Hallo liebe Mira, du wurdest für den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie Bester deutscher Roman mit deinem Buch Die Flammen von Enyador nominiert. Wie fühlt es sich für dich an?
Mira: Ein wundervolles Gefühl! Da es sich beim DPP ja um einen Publikumspreis handelt, fühle ich mich wahnsinnig geehrt. So viele Leser haben für mich gestimmt! Tausend Dank dafür!

Anna: Auf der Liste bist du eine der wenigen Autoren, die mit ihrem Selfpublisherwerk nominiert wurden. Das ist sicherlich eine große Ehre. Was bedeutet es für dich, dass du nicht als Verlagsautorin nominiert bist und was muss passieren, dass es noch mehr Selfpublisher auf solche Listen schaffen?
Mira: Das ist leider der einzige Nachteil an einem Publikumspreis: Die Verlagsautoren werden hier immer mehr Chancen haben, auf der Shortlist zu landen oder sogar zu gewinnen. Sie haben einfach eine bessere Werbemaschinerie hinter sich. Ein Selfpublisher mit wenig Followern hingegen wird es immer schwer haben, egal wie gut sein Buch auch sein mag. Was passieren müsste? Schön wäre, wenn es eine eigene Kategorie für Selfpublisher gäbe, und zwar zusätzlich zu den bereits bestehenden Kategorien, sodass wir „kleinen Lichter“ eine weitere Chance hätten, uns zu platzieren. Fazit: Ganz besonders vor diesem Hintergrund bin ich sehr glücklich, auf der Shortlist gelandet zu sein!

Anna: Welcher Selfpublisher sollte unbedingt einmal nominiert werden?
Mira:
Ganz klar: Mein wundervoller Co-Autor Erik Kellen! Er hat schon mit Nimmerherz ein herausragendes Epos geschaffen und zeichnet sich durch seine ganz besondere Sprache und Denkweise aus.

Anna: Ich kenne deine Reihe noch nicht. Aber natürlich finde ich es spannend zu erfahren, um was es eigentlich geht. Bitte erzähle kurz, was mich erwartet und wieso ich das Buch unbedingt lesen sollte.
Mira: Enyador führt dich in eine Welt voller Drachen, Dämonen, Elben und Menschen, die miteinander im Krieg stehen. Unter ihnen entwickeln sich nun vier Wächter, die dazu bestimmt sind, ihre Völker zum Frieden zu führen. Doch das erweist sich als schwieriges Unterfangen. Wer auf klassische High Fantasy steht und nicht vor blutigen Kämpfen, bösen Intrigen und dramatischen Beziehungen zurückschreckt, der wird sich in Enyador sicher wohl fühlen.

Drache Shook. Foto: Lichtinspektor.de

Anna: Neben dem Schreiben bist du ein großer Mittelalterfan und „verkleidest“ dich dementsprechend. Gibt es Charaktere aus deinen Büchern, die du schon einmal nachgestellt hast oder gerne nachstellen möchtest?
Mira: Ich stelle eigentlich mit jedem Cosplay eine meiner Figuren nach, manchmal aber auch Charaktere aus Büchern befreundeter Autoren. Eines meiner bekanntesten Cosplays ist vermutlich der rote Drache Shook aus Enyador. Aktuell bin ich als „Aira Felsenfaust“ in dem schwarzen Hochzeitskleid unterwegs, dass sie in „WINDHERZ“ trägt – dem ersten Teil der Lichtsplitter-Saga, die sich gemeinsam mit Erik Kellen schreibe. Und daneben bin ich eben oft in Gewandung auf Mittelaltermärkten unterwegs.

Aira Felsenfaust aus WINDHERZ.

Anna: Woher nimmst du die Inspiration für deine Bücher? Inspiriert dich auch manchmal deine Leidenschaft zum Mittelalter?
Mira:
Ja, sehr sogar! Das Mittelalter ist mir manchmal näher als unsere reale Zeit. Ich versuche, so viel Wissen wie möglich darüber anzuhäufen, spreche mit Historikern und Experten und stelle mich auch dem einen oder anderen Schwertkampf – wobei ich da in der Regel ziemlich versage. Aber es reicht aus, um Kampfszenen sehr viel realistischer beschreiben zu können.

Anna: Die Kämpfe sind auf den Bildern ja zu sehen. Wer sind denn deine beiden Gegner?
Mira:
Beides sind befreundete junge Männer, die sich das klassische Fechten des Mittelalters aus Büchern beigebracht haben und nun sehr realistischen Showkampf praktizieren. Einer davon, den ich schon seit über zehn Jahren kenne, wollte in Enyador als Bösewicht auftauchen. Also habe ich den Kerkermeister Berian nach seinem Vorbild erschaffen und diesem sogar die Haare abgeschnitten, damit das Bild auch passt. So kommen meine Freunde und Erlebnisse oftmals auch in die Bücher.

Im Kampf mit Simon und Addi (Wustaphoto)

 

Anna: Hast du schon neue Bücher geplant und möchtest gerne einen kurzen Einblick geben?
Mira: Ja, zunächst einmal werde ich die Lichtsplitter-Saga mit Erik Kellen weiterschreiben. Da erscheint der zweite Teil vermutlich noch in diesem Jahr. Anfang nächsten Jahres werde ich dann auch meine eigene neue Saga starten. Sie heißt „Nordblut“ und erzählt eine Geschichte, die in der Wikingerzeit spielt.

Wikingerin Jorunn aus “Nordblut”

Anna: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich wünsche dir viel Erfolg.

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Die Legende von Enyador*
Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus … und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.


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