Das Grün umschlingt das Eisen** I Jan C. Sander I Fantasy/Krimi I Band 1 I 227 Seiten I Kaufen*

Klappentext
Serahil Mordai ist ein Jahrhunderte alter Halbelf und Ermittler der Polizeigarde der Metropole Eisenthal. Sein neuster Fall, den er zusammen mit seiner jungen Partnerin Alya Servil untersucht, dreht sich um eine brutale Attacke durch ein unbekanntes Tier. Die Spuren sind widersprüchlich und die Vergangenheit des Opfers dubios. Das Ermittlerduo versinkt immer mehr in einem Sumpf aus Intrigen, der bis in die höchsten Ämter führt.
„Das Grün umschlingt das Eisen“ ist ein Highfantasy-Roman, jedoch nicht mit einem vom Mittelalter inspirierten Setting, sondern spielt in einer modernen Welt. Viele Probleme dieser fiktionalen Republik namens Sarnia, spiegeln die heutigen gesellschaftlichen Komplikationen wieder. Es geht um Naturschutz, Ausgrenzung, Rassismus und übermäßigen Industrialismus. Sehr reale Probleme also, verpackt in einer Fantasy-Welt.

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Wir haben keinerlei Beweis dafür, dass es ein Mord sein könnte. Es gibt zwar die Schusswunde, die wir nicht recht einordnen können, aber sie war nicht tödlich. Der Angriff des Tieres dagegen schon. Wie sollte es denn abgelaufen sein? Jemand lauert ihm auf, verwandelt sich dann in eine Bestie, ermordet ihn und geht dann wieder den normalen Alltag nach?

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Mich haben bereits der Klappentext und die Aussagen des Autors neugierig gemacht. Highfantasy in einer modernen Welt und das gespickt mit Krimielementen? Hört sich sehr spannend an. Auch der Schreibstil des Autor ist wirklich gut. Er schreibt sehr flüssig, spannend und bildlich, sodass ich mich gut auf die Geschichte einlassen und mir vieles gut vorstellen konnte. 

Ich wurde mitten in das Geschehen hineingeworfen, denn der erste Teil beginnt mit einer Traumsequenz um dann kurz den Ermittler Serahil vorzustellen. Allerdings befasst sich der Autor nicht lange mit der Vorstellung seines Protagonisten, sondern lässt ihn im Verlauf der Geschichte immer farbiger wirken. Serahil finde ich als Protagonist sehr spannend. Denn er ist nicht perfekt, aber ein genialer Ermittler. Er lässt seine eigenen Probleme einfließen, konzentriert sich aber auch auf seinen eigenen Fall. Das macht ihn sehr sympathisch. Neben ihm spielt seine Kollegin Alya eine Rolle, die ihn bei den Ermittlungen unterstützt. Mit ihr konnte ich mich anfangs nicht anfreunden, wurde aber im Verlauf besser.

Die Idee des Buches ist genial. Fantasy, Krimi und ernste Themen und das in einem Setting, welches hochmodern ist. Mir hat vor allen gefallen, dass es sich hierbei nicht um Menschen handelt. Viel mehr Halbelfen, die eben in ihrer Welt die selben Probleme haben, wie wir Menschen. Zu dem spricht der Autor wichtige Themen an, bei denen man nicht wegsehen sollte. Unter anderem Naturschutz, Ausgrenzung sowie Rassismus. Themen, die nicht immer explizit angesprochen werden, aber durch die Handlung dem Leser näher gebracht werden.

Die Spannung ist leicht schwankend zwischen sehr spannend und mittelspannend. Aber meist so, dass ich bestens unterhalten wurde. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Ermittler auf den Spuren ihres mysteriösen Falls zu begleiten und wurde doch immer wieder überrascht. Auch das Ende hat mich weitestgehend überrascht, denn an sich ist der erste Buch abgeschlossen, obwohl ich weiß, dass es einen zweiten Teil geben wird. Leicht lässt der Autor auch auf diesen durchblicken und gibt kleine Hinweise. 

Mein Fazit
Der Auftakt des Autors hat mir ziemlich gut gefallen. Wenn ihr gerne Fantasybücher und Krimis lest, die mal etwas anders sind, ist die Reihe auf jeden Fall etwas für euch. Vor allem die Themen, die angesprochen werden und das Setting, haben mir gut gefallen. Aber auch die Spannung lässt nicht zu wünschen übrig. In allem konnte mich das Buch überzeugen. 

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