[Rezension] Der Fantast von Michaela Göhr

[Rezension] Der Fantast von Michaela Göhr

Der Fantast l Michaela Göhr l Fantasy l Band 1  l403 Seiten l Kaufen* Werbung

Klappentext
Dies ist der Auftakt zur spannenden Fantasy-Reihe um die Figur des Fantasten. Simon scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher junger Mann zu sein – aber seine besondere Vorstellungskraft lässt ihn Dinge tun, die kein anderer Mensch auf der Welt kann. In diesem Buch erzählt er seine abenteuerliche Geschichte, in der er bereits mit knapp fünf Jahren Opfer einer mysteriösen Entführung wird. Aber Simon wäre nicht Simon, wenn ihm nicht etwas Passendes für seine Peiniger einfallen würde. Immer wieder kreuzen sich daraufhin seine Wege mit denen der finsteren, geheimnisvollen Gestalten, deren Pläne so düster sind, dass sie auf jeden Fall verhindert werden müssen. Wird es dem Fantasten gelingen, sich selbst, seine Freunde und seine Familie – ja sogar die gesamte Welt von dieser Bedrohung zu befreien? Und – welchen Preis muss er dafür zahlen, dass er Kräfte gebraucht, die seine eigenen noch verstärken? Gut, dass es Freunde gibt, die ihm in jeder Situation beistehen. Denn ohne sie ist selbst der stärkste Mensch der Welt manchmal hoffnungslos verloren.

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Als ich älter wurde, laufen und sprechen lernte, wurde meine Eltern bei immer mehr Gelegenheiten deutlich, dass ich “nicht ganz normal” war. Ich ritt auf vorgestellten Pferden durch Wohnung, warf  mit nicht vorhandenen Bällen meine Stofftiere um, baute mit unsichtbaren Holzklötzen riesige Türme, die beim Umfallen eine Vase zerschmetterten und schmiss meinem Vater in einem Wutanfall eine gedachte Triangel so fest an den Kopf, dass dieser eine Platzwunde davontrug.
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Als mich die Autorin anschrieb, ob ich nicht Lust hätte ihr Buch zu lesen, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Idee des Buches klingt so erfrischend und neu, dass ich auf jeden Fall Lust dazu hatte. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten und somit an den Protagonisten Simon bzw. seinem “kleineren Ich” angepasst. Sie schreibt sehr bildlich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Sogar Simons gedachten “Gebilde” konnte ich mir gut vorstellen.

Simon habe ich überwiegend durch seine Erzählungen begleitet. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugendzeit sowie davon, wie sich seine Gabe entfaltete und er sie weiterentwickelte. Simon mochte ich sehr gerne. Allerdings war er mir an vielen Stellen schon zu abgeklärt und erwachsen, als dass ich ihn als Kind wahrgenommen habe. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass er zum Teil mehr Lebenserfahrung als manch Erwachsener hat. Was nicht mal gelogen wäre, denn durch seine einzigartige Gabe, gibt es nun mal nicht nur Fans.
Generell hat mir die Idee des Buches gefallen und wurde von der Autorin gut umgesetzt. Allerdings gab es auch ein paar Stellen, die ich leider weniger ansprechend fand und sich für mich etwas gezogen haben. Dort wurde viel erzählt und es ist wenig passiert. Somit waren die spannenden und etwas weniger spannenden Stellen ziemlich ausgeglichen. Zum Schluss möchte ich noch den letzten Teil des ersten Bandes anmerken. Teilweise war es mir einfach zu viel. Ich bin ein riesiger Fan von rasanten Büchern, aber hier ging es mir teils zu viel hin und her. Der letzte Teil spielt überwiegend in den Emiraten und Simon muss sich noch mal einigen Gefahren stellen. Ich weiß nicht genau warum, aber gerade das Ende hat mich nicht angesprochen und konnte mich auch nicht packen. Ich hoffe, dass es im nachfolgenden Band wieder besser wird.
Fazit
Ein solider Auftakt, der allerdings mit ein paar Schwächen einhergeht. Der Protagonist Simon war mir sympathisch, aber zum Teil schon zu erwachsen für ein Kind. Die Spannung konnte überwiegend gehalten werden. Gegen Ende hat das Buch für mich leider seinen Reiz verloren.

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