Der Fluch der Mondsklaven** I Jacqueline F. Eckert I Lysandra Books Verlag I Fantasy I Band 1 I 322 Seiten I Kaufen*

 

Klappentext
Hell und dunkel, zwei Seiten einer jeden Seele. Eine Handvoll auserwählter Menschen, die sich bei Vollmond in Bestien verwandeln. Mittendrin eine junge Frau, die alles verändert:  An ihrem siebzehnten Geburtstag wird Thyra-Fiah Cerrejonensis offiziell als Zofe in den Palast der héronischen Königsfamilie Aronos aufgenommen. Allerdings ist sie keine normale Angestellte – als Nachkommin der Basilisken soll sie den kostbarsten und zugleich meist gefürchteten Besitz des Königs mit ihrem Leben schützen: seinen jüngsten Sohn Prinz Joseph, den einzigen Genträger der schwarzen Magie. Lange bemerkt Thyra-Fiah nicht, dass weitaus mehr hinter der Fassade des Prinzen steckt, als es den Anschein hat – so vehement verleugnet er sein Wesen. Doch dann zwingt ein feiger Verrat die beiden, ihre Seiten zu wählen.

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Wir waren gefallene Drachen, Basilisken, gigantische Schlangenbestien. Durch unsere panzerharten Schuppen vermocht kaum ein Speer oder Schwert zu dringen und unsere Zähne glichen messerscharfen Klingen. Ganz zu verschweigen von unserer enormen Größe, aufgrund deren Basilisken-Angriffe erschienen,  als wäre ein Tornado durch die Landschaft gebraust.

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Ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Buch lesen durfte. Mich hatte allerdings zu erst das Cover nicht angesprochen. Für mich wirkt die junge Frau darauf sehr seltsam. Aber beim Lesen habe ich festgestellt, dass es ziemlich gut passt, da die geschaffenen Basilisken nun einmal so aussehen. 

An den Schreibstil der Autorin musste ich mich leider erst gewöhnen. Ich hatte ziemliche Schwierigkeiten in das Setting und in die Charaktere einzutauchen. Leider fehlt es an Settingbeschreibungen und auch an der Beschreibung, was die Charaktere genau sind und was diese ausmacht sowie wie es zum Herrschaftssystem kommt. Dies erschwerte mir den Einstieg ungemein und ich habe ewig gebraucht, um mich zu Recht zu finden. Die Charaktere waren eher oberflächlich gehalten. Ich lernte Thyra-Fiah kennen, die ihrem Schicksal als Zofe der Königsfamilie nachgehen muss. Wieso ausgerechnet die als sehr gefährlich beschrieben Basilisken auf die Königsfamilie losgelassen wurden, ist mir dabei sehr schleierhaft. Leider wurde ich anfangs nicht mit Thyra-Fiah warm. Sie war mir zu oberflächlich gestaltet und als Protagonistin einfach zu schwach. Ihr fehlt es an so vielen Dingen, die die Heldin zu Heldin macht. Wo ist der Mut, der Ehrgeiz, die Sympathie geblieben? Neben ihr durfte ich den Prinzen Joseph kennenlernen, der in meinen Augen der wesentlich spannendere Charakter ist. Zwar gehört er nicht zu den Menschen, mit denen man sympathisieren würde, jedoch hat er etwas machtvolles, angsteinflößendes und geheimnisvolles an sich, welches gilt zu entschlüsseln.

Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und auch der Klappentext hat sich gut lesen lassen. Aber es scheitert einfach an der Umsetzung. Es fehlt der Geschichte an so viel Hintergrundfundierung und Ausreifung. Gerade der erste Teil zog sich sehr in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin gar nicht richtig wusste, wo sie hinmöchte. So wiederholen sich die Tage als Zofe, ohne, dass etwas Spektakuläres passiert. Erst ab ca. der Mitte nimmt die Geschichte mehr an Spannung und Fahrt zu. Leider einfach zu spät, da sich der Anfang einfach nur zäh in die Länge gezogen hat.

Das Ende wiederum hat mir gut gefallen. Hier zeigt die Autorin, dass sie Schreiben kann und auch was in ihr steckt. Wieso nicht gleich so? 

Mein Fazit
Ein sehr schwacher Auftakt, trotz einer guten und neuen Idee. Dem Setting fehlt es an Fundierung, die Charaktere sind oberflächlich gehalten und die Spannung lässt bis ca. zur Mitte zu wünschen übrig. Leider habe ich mir vom Buch mehr erwartet und kann es nicht weiterempfehlen. 

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