Die Tagebücher des Michael Iain Ryan I Nadja Losbohm I Band 1 I 302 Seiten I Kaufen*

 

Klappentext
Manche sagen, in mir lebe ein Dämon, den es gilt auszutreiben – mit allen Mitteln. Manche halten mich für den Sohn des Teufels, nur weil ich anders bin. Sie gewähren mir keine Gnade, lassen mich büßen für Dinge, die ich nicht getan habe. Für sie bin ich die Verkörperung des Bösen. Doch ich bin kein Kind der Dunkelheit, sondern des Lichts. Sie schlagen und treten mich; sie spucken mich an und beschimpfen mich, aber brechen können sie mich nicht, denn einer wacht über mich…in Ewigkeit. Die Tagebücher des Michael Iain Ryan: ein historischer Fantasy-Roman über die Lebensgeschichte Pater Michaels aus der Fantasy-Romance-Buchreihe Die Jägerin. Band 1

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„Habe keine Angst vor den Toten, Junge. Sie tun dir nichts“, sagte Bruder Theo und drückte meine Schulter. Mit großen Augen sah ich zu ihm auf. Er lächelte mich an und deutete mit dem Kopf in die Richtung, in die es für uns weiterging. Ich erwiderte sein Lächeln und setzte mich in Bewegung. Als ich am alten Christophe vorbeizog, hört ich dessen leisen Worte: „Recht ist es. Fürchte nicht die Toten. Fürchte vielmehr die Lebenden“

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Diese Reihe erzählt die Geschichte des Pater Michael, der eine wichtige Rolle in Nadjas Reihe Die Jägerin spielt. Solltet ihr die Reihe noch nicht kennen, würde ich euch empfehlen erst sie zu lesen, damit ihr wisst, wer Pater Michael eigentlich ist und vor allem, wieso er als Erwachsener so ist, wie er jetzt ist. Da ich die Reihe kennen, konnte ich mich voll und ganz auf Nadjas Schreibstil einlassen. Zwar ist dieser mehr der mittelalterlichen Sprache angepasst, da es wesentlich weiter zurück in der Vergangenheit als Die Jägerin spielt, konnte mich aber doch begeistern. Sie schreibt sehr deutlich und bildlich, sodass ich das Gefühl hatte, direkt vor Ort zu sein.

Michael hat wahrlich kein einfaches Leben. Vom Vater nicht geliebt wird er in ein Kloster abgeschoben, in dem er die schlimmsten Jahre seines Lebens verbrachte. Dass sein Wille dadurch nicht gebrochen wurde, ist für mich ein Wunder. Schon als Kind und Jugendlicher kann mich Michael begeistern, denn seine liebevolle Art trotz der Grausamkeiten, die ihm widerfahren sind, machen ihn zu einem besonderen Menschen.

Die Autorin schreckt dieses Mal nicht zurück, Michaels Geschichte mit allen Grausamkeiten, die ihm widerfahren sind, aufzuschreiben. Ab und zu musste ich schwer schlucken, konnte nicht weiterlesen und musste das Buch zu einem anderen Zeitpunkt zur Hand nehmen. Solch ein Leben wünscht man keinem. Neben den vielen Ereignissen, die Michael widerfahren sind, hat die Autorin viele geschichtliche Hintergründe recherchiert und mit in die Geschichte einfließen lassen. So konnte ich nicht nur ein spannendes Buch lesen, sondern auch etwas über die damalige Zeit lernen. 

Das Buch endet mit dem 18ten Geburtstag Michaels und einer Entscheidung, die er für sein weiteres Leben treffen muss. Wie es ihm danach ergeht, werden wohl die weiteren Bücher zeigen.

Mein Fazit
Eine düstere Geschichte, die die Kindheit von Pater Michael näher beleuchtet. Die Autorin scheut nicht vor Grausamkeiten zurück und lässt geschickt historische Fakten einfließen. Mir hat der erste Band gut gefallen. 

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