Die Tochter des Jägers l Alexandra Stephens l Fantasy l Einzelband l 247 Seiten l Kaufen* Werbung
 
Klappentext
Den bösen Wolf gibt es nur im Märchen. Oder etwa nicht? Auf einer Party trifft Claire Beaumont den äußerst gut aussehenden Rugbyspieler Jean Leprince wieder – und den bösen Wolf. Vor Jahren hat der Wolf ihre kleine Schwester geholt, doch außer Claire hat ihn damals niemand gesehen. Als der böse Wolf Jean bedroht und sich weiter in Claires Leben einmischt, setzt sie alles auf eine Karte und nimmt die Verfolgung auf. Mitten im Winter begibt sie sich auf eine Reise, die sie tief in die Vergangenheit ihrer Familie zurückführt – und ihr eine Welt eröffnet, in der die Grenzen zwischen Märchen und Wirklichkeit verschwimmen …

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Nur der böse Wolf kann uns wirklich gefährlich werden. Und das Vergessen der Menschen. Wenn sie sich nicht mehr für die Märchen interessieren, deren Worte uns Leben gegeben haben, dann verschwindet die ursprüngliche Macht der Worte und wir verblassen genauso wie die Erinnerungen an uns.<<

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Ich durfte im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde das Buch von Alexandra Stephens lesen. Ich habe mich direkt in den Klappentext verliebt, da ich sehr gerne Märchen lese und sehr gespannt war, wie sie diese in ihre Geschichte hat einfließen lassen. Da ich bislang von ihr kein Buch gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihren Schreibstil. Dieser konnte mich positiv überraschen, denn sie schreibt bildlich und gut zu lesen.
 
Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Hatte aber anfangs Schwierigkeiten damit zu verarbeiten, wieso Claire den bösen Wolf sieht und welche Rolle dieser einnimmt. Dies wurde mir erst im Verlauf der Geschichte verständlich. Claire ist eine sympathische junge Frau, die ich sehr gerne begleitet habe. Allerdings ist sie etwas oberflächlich geblieben. Ich hätte mir gewünscht, dass ihr Charakter mehr fundiert wird. Auch die weiteren Charaktere waren spannend, aber etwas zu oberflächlich. Ich hätte mir einfach viel mehr Infos zu ihnen gewünscht und auch zu Claires Vater der mehr oder weniger nur am Rande kurz erwähnt und kurz beschrieben wurde, obwohl er einen wichtigen Beitrag zu Claires Zukunft beigesteuert hat.
 
Die Idee der Geschichte hat mich umgehauen. In letzter Zeit habe ich öfters Märchenadaptionen gelesen, aber weniger Fantasybücher, in denen Märchengestalten eine wichtige Rolle spielen. Scheinbar leben sie wirklich und sind nicht nur eine Erfindung der Märchenschreiber. Im Laufe der Geschichte bin ich den unterschiedlichsten Gestalten mit den unterschiedlichsten Geschichten begegnet. Mir hat gut gefallen, dass die Spannung stetig angestiegen ist. Das liegt vor allem daran, dass Claire erst das Geheimnis des bösen Wolfs und der rchengestalten aufdecken muss und ich selbst mit fiebern konnte. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie es ausgehen wird, denn die Autorin hat es geschickt geheim gehalten. Erst am Ende wurde das Geheimnis gelüftet und somit die Geschichte abgeschlossen.
 
Mein Fazit
Auch wenn ich kleine Schwierigkeiten am Anfang hatte, hat mir die Geschichte gut gefallen. Mich konnte die Vielfalt an Märchenfiguren begeistern, die ich im Verlauf der Geschichte kennenlernen durfte. Ein wenig Schade war die Blässe der Charaktere. Wiederrum wett hat dies die stetig ansteigende Spannung gemacht und die wirklich tolle Idee. Mir hat die Geschichte im Großen und Ganzen gefallen und ich kann sie euch empfehlen.

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