[Rezension] Einmal im Jahr für immer von Sarah Ricchizzi

[Rezension] Einmal im Jahr für immer von Sarah Ricchizzi

Einmal
im Jahr für immer l Sarah Ricchizzi l Gegenwartsliteratur l Einzelband l 342
Seiten l Amazon* Werbung

Klappentext

Was bedeutet eigentlich
Leben?
Math ist tot. Und Amelie Red fragt sich, weshalb sie noch weiterleben soll.
Wozu den Schein wahren, wenn der Tod so schwer auf ihr lastet? In ihrer Trauer
um ihren verstorbenen Ehemann, vergisst Amelie Red, wer sie einst gewesen ist
und verliert sich in ihrer eigenen Gedankenwelt. Dann klopft ein Clown unerwartet an ihre Badezimmertür und sprengt ihr Leben
mit Abenteuern, die sie nicht erleben will. Ein Clown lässt sich allerdings
nicht so einfach ignorieren, schon gar nicht, wenn im eigenen Treppenhaus ein
Regenbogen erscheint, eine Hüpfburg im Wohnzimmer thront und sie das Haus nicht
mehr durch die Haustür, sondern durch ein Fenster betreten muss.
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Der
Tod kündigt sich manchmal an, doch häufig schlich er sich, ungeachtet von
Zeugen und Zeichen, an seine Opfer heran und nahm sie erbarmungslos mit sich.
[…] Noch schlimmer jedoch als der Tod war es die Gesellschaft, die erwartet,
dass das Leben voranging. Wer zu lange trauert, der wird als Spinner
abgestempelt, jemand der übertreibe oder nach Aufmerksamkeit lechzte. 
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Mir wurde das Buch
empfohlen, als ich nach guten Büchern gesucht habe. Als sehr emotional wurde es
mir beschrieben. Ob diejenigen Recht haben, dazu gleich mehr. Ich habe mich
direkt in das Cover verliebt. Ich liebe das strahlende Blau, denn es ist ein
richtiger Hingucker und sieht richtig toll im Regal aus. Aber nicht nur ins
Cover habe ich mich verliebt, sondern auch in den Schreibstil der Autorin.
Sarah schreibt sehr bildlich. Des Weiteren lässt sie Emotionen real werden. Und
trotz des ernsten Themas, musste ich an vielen Stellen lachen und schmunzeln.

Mit Amelie konnte ich
mich gut identifizieren. Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie es ist den
Ehemann zu verlieren und doch konnte ich ihre Schmerzen durch das Buch
regelrecht fühlen. Amelie war mir sehr sympathisch, auch wenn sie an vielen
Stellen sehr schlechte Laune hatte. Aber wer soll’s ihr verdenken? Als Amelie
sich gehen lässt, tritt der Clown in ihr Leben. Dieser hat eine wahnsinnig
Ausstrahlung und zeigt genau das Gegenteil von Amelie: Die pure Lebensfreude.
Auch ihn mochte ich wahnsinnig gerne. Er machte das Buch zu einem richtigen
Erlebnis.

Ich bin extrem
begeistert von der Idee der Autorin und ich habe bisher nichts Vergleichbares
gelesen.Weinen wirst du, wurde mir gesagt. Und was soll ich sagen? Ich habe
geweint. Zwar erst gegen Ende, aber ja ich habe geweint, weil mich die
Geschichte so wahnsinnig berührt hat. Die tiefen Emotionen, die mitschwingen
und eine Botschaft, die zeigt, dass das Leben mit ein wenig
“Verrücktheit” noch lebenswert sein kann. Ich habe selten ein Buch
gelesen, über das ich gleichzeitig so trauern und lachen konnte wie dieses. Es
hat mir gezeigt, dass man sich nicht aufgeben darf, egal, was im Leben passiert. 

Ich finde es sehr schön,
dass die Autorin viele ernste Themen aufgenommen hat. Unter anderem Verlust,
Tod, Suizid und Depression. Denn genau dies sind Themen, vor denen nicht
geschwiegen werden darf. Und diese hat sie wundervoll in ihre Geschichte
verpackt. 

Das Ende hat mich noch
mal sehr mitgenommen. Es hat mich ein wenig an einen Kinofilm erinnert, in dem
der Abspann läuft. Oder á la xy Jahre später. Es war emotional und genau da
musste ich dann doch weinen. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, wenn ihr
gerne eine berührende Geschichte lesen möchtet. 
Fazit
Eine sehr emotionale
Geschichte, die mich nicht nur zum Weinen brachte, sondern auch zum Lachen. Ich
habe tolle Momente mit Amelie und dem Clown erlebt, aber auch gleichzeitig die
Traurigkeit. Wenn ihr ein besonderes Buch sucht, welches euch fesselt, aber
auch zum Nachdenken bringt, dann solltet ihr das Buch unbedingt lesen.

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