Elfenfehde – Zweimal im Leben** I Mariella Heyd I Zeilengold Verlag I Fantasy I Band 1 I 248 Seiten I Kaufen*

Klappentext
Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag? Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll. Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen. Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten.

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Sie wird langsam zu alt für diesen Unsinn. Feen, Hexen, Kobolde … […] Feo, ich hoffe, deine Mutter erzählt dir auch, dass es diese ganzen Wesen nicht gibt. Das sind alles nur Hirngespinste von irgendwelchen verrückten Schriftstellern.“

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Ich habe bereits Die Braut des blauen Raben von der Autorin gelesen, welches mir gut gefallen hatte. Nun habe ich mich an Elfenfehde getraut, welches eins der ersten Bücher der Autorin war. Auch hier hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen. Sie schreibt sehr flüssig und bildlich. Allerdings konnte ich ebenso erkennen, dass sie noch etwas unsicherer schreibt, als in ihren neueren Büchern.

Da es sich um eine Dilogie handelt, fackelt die Autorin nicht lange. Aber ich muss gestehen, dass ich noch einmal den Klappentext lesen musste, da mich der Anfang des Buches mehr an eine Dystopie als an ein Fantasybuch erinnert hatte. Mit dem Prolog gibt sie eine kurze Übersicht über Feodoras damaliges Leben, um dann im ersten Teil in ihre Gegenwart zu springen, die komplett anders aussieht. Um Feodora herum passieren plötzlich mysteriöse Dinge und mal ehrlich, wer glaubt schon Fremden, die einem etwas von einer anderen Welt erzählen und damit das bekannte Weltbild zum wackeln bringen? Feodora nicht und doch muss sie sehr bald feststellen, dass es mehr gibt, als unsere Welt. Ich mochte Feodora sehr gerne, auch wenn sie an der ein oder anderen Stelle etwas anders reagiert hatte, als ich gedacht oder ich es getan hätte. Der Unbekannte oder Zerdon, wie er wirklich heißt, mochte ich ebenfalls sehr gerne, auch wenn er mir manchmal etwas zu “hart” war. Seine Rolle als Beschützerin Feodoras nimmt er mir an manchen Stellen zu ernst und ich hätte mir mehr “Sanftheit” seines Charakters gewünscht.

Die Idee und das Setting hat mir gut gefallen. Die Anderswelt ist gut ausgereift und ich habe mich in ihr gut zurecht gefunden. Es gab die eine oder andere Stelle, an der ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte oder ich etwas den Kopf geschüttelt habe, aber im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte rund um Feodora und Zerdon gefallen. Vor allem die tollen Ideen und Geschehnisse haben das Buch besonders gemacht. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin verschiedene Handlungen mehr ausgeführt und weniger “abgehandelt” hätte. Manches ging einfach viel zu schnell von statten und hätte mehr Tiefe vertragen. Bis zum Ende hin, konnte die Autorin die Spannung jedoch immer mehr steigern, sodass ich am Ende überrascht und neugierig auf den nächsten Teil zurückgelassen wurde.

Mein Fazit
Ein spannender Auftakt, der zwar etwas schwankend in der Spannung und an manchen Stellen zu schnell abgehandelt wurde, jedoch durch ein tolles Setting, sympathische Charaktere und interessante Ideen besticht. Mir hat der Auftakt gut gefallen und ich bin sehr neugierig auf den zweiten Teil. 

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