[Rezension] Gelöscht von Sabina S. Schneider

[Rezension] Gelöscht von Sabina S. Schneider

[Werbung] Gelöscht I Sabina S. Schneider I Dystopie I Komplette Trilogie I 591 Seiten I Kaufen*

Klappentext
WHITE Ein Rolltreppenlabyrinth in einem gläsernen Kubus. Ein weißes Meer von emotionslosen Gesichtern, ein Welt der Ideale. Doch das, was ganz sein soll, wird durch sieben Farben geteilt. Was angeblich aus freien Stücken geschah, wird zur Strafe. Die Grenzen zwischen Opfern und Tätern verschwimmen …

GOLDEN Die Zeit steht still. Gefangen in der Ewigkeit, ist Anuva Mo nur ihr Name geblieben. Umgeben von Schönheit, wird sie in einem spiegellosen Paradies als Göttin der Hässlichkeit verehrt. Müde gibt sie sich den Wellen des Meeres preis, doch ist der Tod ein Ausweg? Alles erscheint sinnlos, bis Anuva Mo eines Tages aus dem Paradies entführt wird.

CRIMSON In Anuva Mos Körper sind fünf Seelen gefangen, geschustert aus geliehen und gestohlenen Erinnerungen. Bruchstücke aus verschiedenen Leben drohen ihren Geist und das fragile Selbst, das kaum die Welt erblickt hat, zu zerreißen. Die tragische Liebesgeschichte, an die sie glauben will, scheint eine Lüge. Kann Mo der Wahrheit nahe kommen, bevor ihr Geist in den Wahnsinn abdriftet?

BLACK In ihrer Seele zerrissen und dem Wahnsinn nahe, geplagt von Erinnerungen, die nicht ihre sind, zieht Nüshen aus, um für die Freiheit des Willens zu töten. Ist es Mord, wenn ein Tod die Menschheit vor der Versklavung retten könnte? Sind Ideale und abstrakte Vorstellungen von etwas, das man nicht messen kann, das Verlöschen von Leben wert?

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“Wie heiße ich?”, entschlüpfen mir die Worte. Eigentlich wollte ich sie nach ihrem Namen fragen.  “Du hast keinen Namen.”, erwidert sie lächelnd, freundlich, warm. 

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Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese. Am Anfang hatte ich ziemliche Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, da die Autorin einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil hat. Sie schreibt sehr ausschweifend, lässt ihre Protagonistin viel denken und sich Fragen stellen, wodurch vieles teils doch sehr langatmig wurde. Auch habe ich einige Rechtschreibfehler entdeckt, die behoben werden sollten.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich nach und nach zurechtgefunden. Ich habe die Protagonistin Anuva Mo kennengelernt, die sich erst einmal selbst kennenlernen musste. Denn sie wurde gelöscht, wodurch ihr alle Erinnerungen an sich sowie ihre Vergangenheit genommen wurden. Diesen Gedanken finde ich spannend und beängstigend zugleich. Stellt euch vor, dass das wirklich möglich wäre.. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Als Charakter hat mir Anuva gut gefallen. Sie war wenig transparent, gab mir immer wieder Rätsel auf, aber letztendlich wirkt sie authentisch und vielfältig. Auf ihrer Reise zu sich selbst begegnet sie immer wieder Menschen, die eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen. Sie einzuschätzen war für mich meist unmöglich, da die Protagonistin selbst nicht wusste, wer gut und wer böse ist. Zu dem taten sich immer wieder neue Erkenntnisse auf, die dazu geführt haben, dass ich Charaktere neu kennenlernen musste. 

Die Handlung und Idee haben mir ebenfalls gefallen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich bislang etwas ähnliches gelesen habe. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte sehr zum Nachdenken anregt. Die Autorin stellt immer wieder Fragen, lässt dem Leser den Spielraum, sich selbst mit dem Gefragten zu identifizieren. Durch die immer wieder auftretenden Wendungen, wusste ich bis zum Ende nicht, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. 

Mein Fazit
Durch den sehr ausschweifenden Schreibstil blieb einiges der Spannung auf der Strecke. In meinen Augen hat die Geschichte allerdings sehr viel Potential. Denn die vielschichtigen Charaktere und Handlungen, lassen den Leser nicht nur viel Nachdenken, sondern auch miträtseln. Ebenso das beängstigende Setting konnte mich begeistern. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein. 


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