[Rezension] Myalig – gestohlene Leben von Laura Kier

[Rezension] Myalig – gestohlene Leben von Laura Kier

[Werbung] Myalig – gestohlene Leben** I Laura Kier I Fantasy Steampunk I 293 Seiten I Kaufen*

 

Klappentext
Ein verlassener Weinberg.Ein Luftschiff im Gewitter. Ein verborgenes Labor. Seit Jahren fordert die Krankheit Myalig unzählige Leben. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden ganze Dörfer ausgelöscht. Auch Amanda wird beinahe Opfer der Säuberungen, obwohl sie die Krankheit überlebt hat. In der Hoffnung, Amanda könnte der Schlüssel zu einem Heilmittel sein, schickt Graf Levente von Sonnfried seinen Androiden, um sie zu retten. Doch wird sie bei Levente ankommen? Und ist sie wirklich der Schlüssel zur Heilung von Myalig? Die Schöne und das Biest einmal anders. In »Myalig – gestohlene Leben« lässt Laura Kier Weinreben in karger Erde wachsen und treibt Zahnräder mit Sonnenenergie an. Das französische Volksmärchen im Steampunk-Setting wird zu einer düsteren Geschichte über Vertrauen, Ausgrenzung und den Kampf um Menschlichkeit.

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Myalig. Die unsichtbare Seuche war überall. […] Denn im Gegensatz zu meiner Schwester habe ich Myalig überlebt und meine Lebensenergie zurückgewonnen, was an ein Wunder grenzte. Niemand hatte bisher überlebt!___________________________________________________________________

Ich durfte bereits in paar Bücher der Autorin lesen und habe mich daher sehr gefreut, dass ich nun auch Myalig lesen durfte. Ich finde ihren Schreibstil einfach toll, da sie nicht zu ausschweifend und trotzdem bildlich schreibt. Zudem hat sie einen sehr malerischen Schreibstil, der zum träumen einlädt. In Myalig habe ich mich in einer Fantasy Steampunk Welt vorgefunden, die von einem heimtückischen Virus, dem Myalig, heimgesucht wird. Jeder, der daran erkrankt, stirbt. Außer die Protagonistin Amanda, die resistent dagegen ist. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang etwas skeptisch ihr gegenüber stand. Ich konnte sie wenig einschätzen, da ich mitten ins Geschehen geworfen wurde. Erst nach und nach lernte ich sie besser kennen und fühlte mich bei ihr wohler. 

Als Grundlage dient das Märchen Die Schöne und das Biest. Viele Parallelen konnte ich wiederfinden, die durch eigene Ideen der Autorin ausgeschmückt wurden. Die Idee des Myaligs gefällt mir gut, vor allem, da die Autorin damit auf eine Krankheit aufmerksam machen möchte, die das Leben sehr einschränkt. Aber natürlich ist Myalig nur erfunden, ähnelt aber der Krankheit sehr stark. Mir hat richtig gut gefallen, dass sie neben der Erkrankung viele ernste Themen aufgreift. So ging es um die Säuberung von Menschen, Verfolgung, Toleranz und vieles mehr. Somit habe ich nicht nur eine tolle Geschichte gelesen, sondern auch eine Geschichte, die zum Nachdenken angeregt hat. 

Spannungsmäßig hat das Buch einiges zu bieten. Nicht nur am Anfang, bei dem ich hoffen musste, dass Amanda schnell fliehen kann, sondern immer wieder. Eigentlich konnte die Autorin die Spannung dauerhaft aufrechterhalten, da immer wieder neue Ereignisse aufgetreten sind, die nicht immer offensichtlich waren. Bis zum Ende hin habe ich mit der Protagonistin gefiebert, gebangt und gehofft. Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen!


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