[Rezension] Schmiedefeuer von Andrea Ego

[Rezension] Schmiedefeuer von Andrea Ego

[Werbung] Schmiedefeuer I Andrea Ego I Fantasy I 428 Seiten I Kaufen*

 

Klappentext
Eine Welt, in der in jeder Frau ein Funke der Göttinnen leuchtet. Ein zerstörtes Leben, und der Funke erlischt. Eine Schmiedin, die durch ihr Handwerk auf einem schmalen Grat wandert – und schliesslich in den Augen der Göttinnen verschwindet. Allen Konventionen zum Trotz erlernt Tindra das Schmiedehandwerk und stellt unbewusst einen magischen Schlüssel her, für den die Krieger der Nebelreiche über Leichen gehen – und erst recht für den Schmied dieser Schlüssel. Tindra und der Schmiedegeselle werden verschleppt, doch dank ihm gelingt ihr die Flucht. Den Nebelreichen entkommen, lernt sie einen Fremden kennen, der ihr dabei hilft, den Schmied aus den dunklen Nebelreichen zu befreien. Doch während sie ihrem Ziel immer näher kommen, verfolgt der Fremde seine eigenen Pläne.

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Das Schwert zuckte zur Kehle, die in Reichweite war, es übertrug das Verlangen nach frischem, warmen Blut auf Tindra. Für einen Moment schloss sie die Augen und gab sich den Gedanken hin, wie sein Blut riechen würde […]
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Andrea Egos Buch hatte ich schon lange auf dem Schirm und habe es nun endlich geschafft zu lesen. Ich habe mich direkt in ihren Schreibstil verliebt. Sie schreibt sehr bildlich und fesselnd, sodass ich bereits nach wenigen Seiten voll und ganz in die Welt von Tindra eintauchen konnte. Tindra ist ein junges Mädchen, welches so gar nicht mädchenhaft den Beruf des Schmiedes erlernen möchte und bereits in der Ausbildung ist. Die Idee hat mich gleich begeistert, wo doch die meisten Frauen in Büchern eher damenhaftere Berufe ausüben. Generell hat mir Tindra als Charakter gefallen. Allerdings war sie mir auch etwas zu naiv und vielleicht auch etwas zu begeistert von der Idee jemanden zu retten, der nicht unbedingt nett zu ihr ist. Sunyu war mir eher unsympathisch, aber ich denke, dass es auch nicht das Ziel der Autorin ist, ihn als sympathischen Menschen zu verkaufen. Mein heimlicher Liebling ist allerdings Arin, der im Klappentext genannte Fremde. Wieso genau, solltet ihr beim Lesen herausfinden. 

Die Idee hingegen hat mir richtig gut gefallen und ich konnte sie mit keiner Geschichte vergleichen, die ich bislang gelesen habe. Die Autorin hat mich auf eine Reise mitgenommen, auf der mir Schwerter begegnet sind, die ihren eigenen Willen haben, auf der mir Menschen mit besonderen Eigenschaften begegnet sind und Charaktere, denen Freundschaft und Liebe mehr bedeuten als ihr eigenes Leben. Eine bunte Mischung also. Spannungsmäßig konnte die Autorin den Balken meist oben halten. Es gab viele spannende Stellen, aber auch einige zähe, die mich nicht begeistern konnten. Besonders schade fand ich die beiden Handlungsstränge. Was der eine Charakter nicht wusste, wusste ich als Leser jedoch schon. Ich hätte mir hier gewünscht, dass die Handlung etwas weniger transparent dadurch wirkt und die Charaktere etwas weniger verraten. 

Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, den ich sobald ich kann verschlingen werde. Trotz meiner Kritikpunkte überwiegen die positiven Aspekte und ich kann mit guten Gewissen 4 Sterne verteilen. 

 

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