Taintless – Blindes Vertrauen l Annie Mae Gold l Dystopie I Band 1 I 487 Seiten l Kaufen*

Klappentext
„Ich reckte meinen Kopf der Sonne entgegen, und der leichte Wind blies mir die offenen Haare vom Nacken ins Gesicht. Und in diesem Moment fühlte ich mich nicht mehr wie der Fisch im Goldfischglas – in diesem Moment fühlte ich mich wie ein Vogel, der für einen Augenblick den bittersüßen Geschmack der Freiheit kosten durfte.“

Im Jahr 2171 ist die Welt nahezu unbewohnbar. Nur hinter einer unüberwindbaren Mauer haben die letzten Menschen Zuflucht gefunden: in der „Kolonie“, aufgeteilt in Gilden und Elite. Die 17-jährige Summer fiebert dem Tag der Auswahl entgegen, dem einzigen Ausweg aus ihrem Leben in der Gilde. Denn obwohl dies der letzte sichere Zufluchtsort auf Erden ist, fühlt sich Summer wie im Gefängnis. Sie ist nicht geschaffen für ein eintöniges Dasein. Sie will raus! Als der geheimnisvolle Clay in ihrer Schule auftaucht, ist es um sie geschehen. Clay kommt aus der Elite, genau dort will sie hin. Doch was ist mit Will, den sie schon ihr Leben lang kennt …? Hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen beginnt sie zu zweifeln: Wem kann sie trauen? Ist die Elite wirklich die perfekte Spaßgesellschaft, die sie zu sein vorgibt? Und was liegt eigentlich auf der anderen Seite der Mauer?  Summer findet eine Wahrheit, die sie mehr kosten wird als nur ein gebrochenes Herz …

______________________________________

“Es gibt Goldfische, die finden sich mit ihrem Leben im Glas ab. Sie werden gefüttert und haben es warm. Sie sind in Sicherheit, finden andere Goldfischfreunde und leben mit ihnen glücklich und zufrieden bis an ihr Ende. Aber du schwimmst ständig am Rand des Aquariums und schaust nach draußen. Versuch doch mal, in der Mitte zu schwimmen – du wirst sehen, wie viel Platz du eigentlich hast.”

______________________________________

Mich hatte direkt der Klappentext des Buches angesprochen. Unbewohnbare Welt? Gilde und Elite? Mauer? Ausbrechen? Klingt genau nach meinem Geschmack. Den Schreibstil der Autorin finde ich wahnsinnig toll. Sie schreibt sehr flüssig und bildlich und konnte mich direkt gefangen nehmen. Allerdings hat sie auch einen Hang dazu, ihre Geschichte sehr stark auszuweiten. Dazu gleich mehr. 

Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Ich durfte Summer kennenlernen, die zusammen mit ihrem Bruder und ihrem Vater innerhalb der Kolonie lebt. Über die Kolonie erfährt man am Anfang bereits etwas, sodass ich mir einen guten Überblick verschaffen konnte. Summer stellt den typischen Charakter einer Dystopie dar: Willensstark, freiheitssuchend, neugierig. Ihre Art mochte ich sehr gerne und ich habe sie wirklich gerne begleitet. Im Verlauf trifft sie Clay, einem jungen Mann aus der Elite. Wie alle Menschen der Elite ist er perfekt und zwar nicht nur Äußerlich, sondern auch vom Charakter. Clay fand ich sehr spannend, da er schlecht einzuschätzen war. Hat er gute Absichten oder doch schlechte? Welche Pläne verfolgt er und wieso ist er so verschlossen, wenn es um die Elite geht? Generell haben mir die Charaktere gute gefallen und sind von der Autorin gut gestaltet.

Wie gesagt, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Anfangs war es sehr spannend, da ich die Welt, in der Summer lebt, noch nicht kannte. Leider hat sich der erste Teil des Buches aber auch gezogen. Die Autorin beschreibt das Leben von Summer, sowohl zu Hause, als auch in der Schule und letztendlich ihr Zusammentreffen mit Clay. Allerdings zieht sich dies alles sehr in die Länge. Es wird viel zu viel beschrieben, bis sie endlich zum wesentlichen kommt. Ich hatte ständig das Gefühl, dass nun etwas passieren muss, jedoch war dies nicht der Fall. Erst ca. auf den letzten 150 Seiten wurde es sehr spannend, da dort viele Wendepunkte kamen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Hier hat die Autorin wirklich gut Ideen mit einfließen lassen, die mich voll und ganz überzeugen konnten und ich so noch in keinem Buch gelesen habe. Ich hätte mir gewünscht, dass sie bereits früher damit begonnen hätte. 

Das Ende ist wahnsinnig spannend und konnte mich komplett fesseln. Durch die Wendepunkte und dem sehr offenen Ausgang, bin ich sehr gespannt auf den nächsten Teil. Vor allem, da ich nicht weiß, wie es weitergeht und was mich noch in der Welt von Summer erwarten wird.

Mein Fazit
Mit Taintless ist der Autorin ein interessanter und guter Auftakt gelungen. Es gibt tolle Charaktere, die mich überzeugen konnten. Schade finde ich allerdings die starken Längen, die sich auf 300 Seiten ziehen. Dort wechselt sie Spannung sehr stark und weniger Erzählungen wären wünschenswert gewesen. Trotzdem kann ich euch das Buch empfehlen und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.