[Rezension] Telefonseelsorge: Liebe hat eine lange Leitung von Emma Lots

[Rezension] Telefonseelsorge: Liebe hat eine lange Leitung von Emma Lots

Titel: Telefonseelsorge: Liebe hat eine lange Leitung
Autor: Emma Lots
Verlag: Feuerwerke Verlag
Seitenzahl: 209 Seiten
Genre: Humorvoller Liebesroman
Reihe?: nein
Leseprobe (unten auf der Seite)

Jessies Leben verläuft so gar nicht wie geplant. Statt beruflich an der Seite ihres Freundes durchzustarten und die Familienplanung voranzutreiben, arbeitet sie als schlecht bezahlte Praktikantin in einer Werbeagentur, wohnt in einem winzigen Loch und wird auch noch von ihrem Freund betrogen.
Was tun, wenn man sich von der Familie und den Freunden ein „Das hab ich dir doch gleich gesagt!“ nicht anhören will? Genau! Man wählt nachts betrunken einfach irgendeine Nummer und heult sich aus. Dumm nur, wenn die erhoffte „Telefonseelsorge“ nicht wirkt, und man wieder und wieder diese Nummer anrufen muss… Quelle

“Willst du …”
Na endlich.

An Liebesromane traue ich mich selten. Aber wie ist es mit einem humorvollen Liebesroman?

Das Cover hat mich von Anfang an angesprochen, auch wenn es nicht das spektakulärste ist. Aber was hat es mit dem gebrochenen Herz und dem Aschenbecher zu tun? Eine doch seltsame Kombination.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist leicht verständlich, direkt und mit viel humorgespickt, was das Lesen sehr angenehm gemacht hatte und ich mich an vielen Stellen echt tot lachen konnte.

Ich kam gut in das Buch hinein und konnte mich schnell mit der Protagonistin Jessie identifizieren. Die Autorin hat mit ihr einen Charakter geschaffen, der dem ein oder anderen von uns sehr ähnlich ist und daher sehr authentisch auf mich gewirkt hat. Jessie ist einfach so wie sie ist: tollpatschig, mit Gefühlen und dem ein oder anderen Makel, ob es nun Speckfältchen sind, oder auch, dass nicht alles in ihrem Leben wie am Schnürchen läuft.

Die Geschichte rund um Jessie und ihrem ja doch sehr aufregendem und auch katastrophalen Leben hat mir gut gefallen. Die Autorin hat sich dazu entschieden, nicht einen sturen Liebesroman mit viel Liebeskummer zu schreiben, sondern diese in einem witzigen Ambiente zu verpacken.
Somit musste ich an vielen Stellen lachen und habe mich bestens unterhalten gefühlt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt und das Alltagsleben der “normalen” Frau auf die Schippe nimmt und somit auch simple Probleme wie “Ich hab eins, zwei Kilo zu viel” lustig verpackt und zeigt, dass wir uns doch auch mit kleinen Makeln lieben können. Denn nicht andere bestimmen wie wir sein müssen, sondern wir selbst müssen uns so lieben wie wir sind.

Ein super witziger Roman für zwischendurch, der die Alltagsprobleme der “normalen” Frau zeigt und mich einfach zum Lachen gebracht hat.

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