[Rezension] Tumor von Dominik A. Meier

[Rezension] Tumor von Dominik A. Meier

[Werbung] Tumor** I Dominik A. Meier I Dystopie I Band 1 I 613 Seiten I Kaufen*

 

Neues Cover

Klappentext
Eigentlich sollte der Filter meiner Maske noch ein paar Minuten halten. Eigentlich. Das Institut.
Leuchtfeuer der Menschheit. Ein gewaltiger Forschungskomplex am Ende der Welt. Hier sollte unsere Spezies die Grenzen ihres Daseins überwinden. Hier sollten wir neue Menschen werden. Doch es kam alles anders. Nun steht das Institut für dutzende unterirdische Ebenen voller Giftgas, unerklärlicher Anomalien und missgestalteter Kreaturen. Es ist die Keimzelle unseres Untergangs. Niemand weiß, was geschehen ist. Und doch bin ich hier. Ich riskiere mein Leben für meine Frau, die hier verschollen ist. Mein Name ist Maske. Und mein Weg führt nach unten.

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Doch erst als ich nur noch einen Meter von  ihm entfernt war, bemerkte ich den langen, pulsierenden, giftgrünen Stachel, der in seiner Schulter steckte. Von den unzähligen Widerhaken, die aus ihm herausragten, tropfte eine zähe Flüssigkeit, die sich mit einem unüberhörbaren Zischen durch die Reste seiner Kleidung fraßen. 

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Wie ihr oben sehen könnt, besitze ich noch das Buch mit dem alten Cover. Mittlerweile gibt es eine Neuauflage, sprachlich überarbeitet mit verändertem Cover. Aber auch bei der alten Auflage kann ich mich nicht beschweren. Der Autor schreibt fesselnd und bildlich, sodass ich mich schnell in die Geschichte hineinfinden konnte. Die Geschichte beginnt bereits sehr düster, denn ich habe mich direkt zusammen mit dem Protagonisten Maske vor dem gefährlichen Institut vorgefunden. Das Institut als Hauptsetting hat mir ziemlich gut gefallen. Denn es ist düster und unvorhersehbar. Allerdings hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, mir das Ganze in seiner vollen Pracht vorzustellen. Spannend wäre hier eine Übersichtskarte, um darzustellen, auf welcher Eben, was vorgefunden werden kann. 

Maske als Protagonist finde ich spannend, wenn auch unnahbar. Er ist sehr verschlossen, lässt andere Menschen wenig an sich heran. So auch den Leser, wodurch ich erst nach und nach etwas über ihn erfahren habe. Aber ich bewundere ihn für seinen Mut und seinen Ehrgeiz. Er hält trotz Gefahren an seiner Mission fest. Aber diesen Weg muss er nicht alleine bestreiten, denn er hat viele Teamkameraden, die auf ihre Weise einzigartig sind. Aber nicht nur Menschen kreuzen seinen Weg, sondern auch diverse Mutationen, die durch das Institut durch Elektronik verändert wurden. 

Einer meiner größten Kritikpunkte ist allerdings die starke Vermischung von Dystopie, Fantasy und den Gottheiten. Irgendwann wurde das Buch einfach nur noch strange. Am Anfang war es einfach spannend, die Idee wahnsinnig toll mit den genmanipulierten Menschen, aber was macht ein Drache dort? Zwar wird das ganze am Ende aufgedeckt, aber für mich erst einmal nicht passend. Ebenso die Gottheiten, die eine wichtige Rolle spielen. Das war mir persönlich zu viel und ich hätte mir gewünscht, dass er sich nur auf ein Thema beschränkt.

Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend, aber auch hier sind mir zu viele Geschehnisse vermisst. Im Großen und Ganzen ist es kein schlechtes Buch. Betrachte ich die einzelnen Hälften, würde ich sagen, dass mich die erste Hälfte komplett überzeugen, die zweite mich aber nicht vom Hocker reißen konnte. Das zweite Buch des Autors wartet aber schon auf mich. 


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