Youtasia – Die Quelle der Macht l Nicola Strekow l Fantasy l 376 Seiten l Kaufen
 
 
Klappentext
Nur ein kleiner Teil der Erde ist noch bewohnbar: Youtasia. Dort wird das Volk der Granker in einen ungewissen Strudel voller Mysterien und Spiritismus gezogen. Unterworfen von Dämonen und in einer vergifteten gefährlichen Welt fristen sie ihr Dasein in Armut. Doch sie wissen, dass die entscheidende Schlacht um das Überleben einer der Rassen bevor steht. Geprägt von Leid, Tod und Wesen aus der Unterwelt, entsteht trotz allem eine neue Hoffnung. Sie wird die Zukunft der Granker und der Welt entscheidend beeinflussen.

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Ich entschwebe meinem Körper und sehe Marek dort sitzen, wie er versucht mich zu erreichen – vergebens. Ich habe keine Kontrolle mehr über mich, ich werde förmlich aus der Welt gesogen. Doch ich spüre keine Angst, tatsächlich bin ich euphorisch, denn ich kenne mein Ziel.

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Unter dem Namen Nicola Strekow befindet sich ein Autorenduo, welches sich entschieden hat, ein Buch zusammen zu schreiben. Leider hatte ich große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der beiden. Ich hatte des Öfteren das Gefühl, dass die beiden Autorinnen nicht zusammen an ihrem Buch geschrieben haben, sondern getrennt. Dies ließ sich an einige Stellen erkennen und offenbarte den unterschiedlichen Schreibstil. Genervt hat mich ehrlich gesagt das ständige “hehehe” der Charaktere. Das passt für mich nicht in die Geschichte und sollte lieber als “lachte XY” eingebaut werden. Auch die ständigen Wortwiederholungen verbessern den Lesefluss nicht. Leider fehlt auch teilweise das Korrektorat und Lektorat, da sich einige Fehler eingeschlichen haben, die auf jeden Fall behoben werden sollten.

Ich habe mich ziemlich schwer mit dem Einstieg der Geschichte getan. Die Autorinnen beginnen damit, eine kurze Szene über die Protagonistin zu schreiben, die erst viel später zeitlich in das Geschehen passt. Eigentlich nicht schlimm, da es so neugierig auf die Handlung macht. Allerdings geht es dann im ersten Kapitel um die Entstehung von Youtasia und im zweiten Kapitel springen sie ganz an den Anfang der Geschichte, in dem ich etwas über die Protagonistin und ihren Bruder erfahre. Allerdings spielt die Handlung vor dem Prolog. Mir fehlt damit leider etwas der Bezug zum ersten Kapitel. Generell waren mir die Handlungsstränge einfach zu wirr.  Die zeitlichen Sprünge von vor bis zurück haben mich sehr verwirrt.

Die Charaktere sind mir leider sehr fremd geblieben. Sie waren wenig authentisch, aber dafür sehr blass. Ich durfte Jaden begleiten, eine junge Frau, die damals einfach verschwand. Ebenso durfte ich ihren Bruder begleiten, der ganz plötzlich ihre Stimme hört und sie retten möchte. Dann gibt es noch zwei Jäger, die auf der Suche nach Jaden sind, nach dem sie abgehauen ist. Für mich persönlich sind es einfach zu viele Handlungsstränge und wurde nicht gut umgesetzt. Ich hätte mir gewünscht, dass ein weniger mehr auf die Charaktere eingegangen wird, sodass ich mir ein besseres Bild von ihnen hätte machen können.

Sehr schade finde ich auch, dass die Autorinnen sehr viel Wert auf die Folterszenen gelegt haben. Es ist zwar interessant, aber ich muss es nicht von zwei Personen lesen, vor allem, da diese ähnlich ablaufen und einfach zu Verwirrung sorgen. Es wäre schöner gewesen, die Folterszenen zu kürzen und dafür mehr den Fokus auf die Handlung zu legen. Hinzu kamen einige unlogische Handlungen. Unter anderem werden die Charaktere monatelang im Liegen gefoltert, schaffen es dann aber ohne Probleme aufzustehen und zu laufen. Und das ganz ohne Muskelschwund, der die Charaktere eigentlich in die Knie zwingen müsste. Kann ich leider nicht nachvollziehen, auch wenn die Charaktere immer wieder geheilt werden.

Die Idee hat mir gut gefallen und die Geschichte hat sicherlich Potential, allerdings wurde sie nicht gut umgesetzt. Ich kann die vielen positiven Bewertungen nicht nachvollziehen und hoffe, dass die Autorinnen ihr Buch noch einmal überarbeiten.

Fazit
Positiv
– Gute Grundidee

Negativ
– blasse Charaktere
– viele Wiederholungen (Wort & Handlung)
– fehlende Spannung
– wirre Handlungsstränge

 


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