Smaragd und Sorak aus Der fünfte Magier interviewen Magische Momente in der kleinen Bücherwelt

Smaragd und Sorak aus Der fünfte Magier interviewen Magische Momente in der kleinen Bücherwelt

Wie ihr gesehen habt, läuft aktuell die Abstimmung für den Deutschen Phantastik Preis. Falls ihr noch nicht abgestimmt habt, solltet ihr es schleunigst nachholen. Noch bis zum 31.10.2019 habt ihr die Chance dazu. Eigentlich wollte ich die Autorin Christine Weber unterstützen und mit ihr einen tollen Beitrag planen. Aber letztendlich kam alles anders. Denn nicht sie habe ich interviewt, sondern ihre Charaktere Smaragd und Sorak haben das Zepter an sich genommen und haben mich interviewt. Ich wünsche euch viel Spaß. 

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Smaragd: „Hallo, Anna! Willkommen in Drachenturm von Tramuria, der weißen Stadt! Hat dich ein Sturmdrache hochgeflogen oder wie bist du so schnell hier hochgekommen?“
Anna: „Hallo, Smaragd. Vielen Dank für die nette Begrüßung. Oh ja. Es war atemberaubend. Ich habe noch nie so etwas Fantastisches erlebt. Es muss toll sein, ein Drache zu sein.“

Smaragd: „Es ist wirklich toll – du verpasst etwas! Ich habe mich voll darüber gefreut, als du mir geschrieben hast, dass du mein Buch bekannter machen möchtest. Ist es nicht phantastisch, dass es für den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie ‚Bestes deutschsprachiges Romandebüt‘ nominiert ist?? Ich bin immer noch –“
Sorak (kommt völlig außer Puste die Wendeltreppe heraufgestolpert): „Wusste ich’s doch, dass du dich hier oben versteckst, um heimlich Miss Autorins Interview zu führen! Anna hat nicht DIR geschrieben, sondern Miss Autorin! Und es ist nicht DEIN Buch, sondern UNSERES!“
Smaragd (schlägt unwirsch mit seinen grünen Drachenflügeln): „Was willst du jetzt machen? Mich an Miss Autorin verpetzen?“
Sorak: „Nein. Ich will einfach nur mitmachen.“ (setzt sich neben seinen Drachenpartner in den Schneidersitzt und grinst Anna an)
Smaragd: „Hehe, alles klar. Aber ich fange an! Also, Anna: Wie bzw. wo bist du zum ersten Mal über unser Buch gestolpert? Was hat dich daran besonders angesprochen?“
Anna: „Ich habe das Buch immer Mal wieder in meiner Facebookchronik auftauchen gesehen, ihm aber ehrlich gesagt bisher wenig Beachtung geschenkt. Eure tolle Autorin wirkt allerdings bei der Challenge #EinHerzFürSelfpublisher mit. Da ich die Veranstalterin bin, mache ich natürlich auch mit. Dort ist es mir dann wieder unter die Nase gekommen und mir wurde klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Zu Hause steht es schon einmal im Bücherregal und wartet darauf, dass ich es endlich lese.“

Sorak: „Dort muss es hoffentlich nicht mehr lange warten. Wir führen dich gerne in Drachenstadt rum, wenn es so weit ist! In unserem Buch spiele ich, ein junger Magier, die Hauptrolle. Ja, die HAUPTROLLE, Smaragd.“ (zwinkert ihm zu, als Smaragd mürrisch schnaubt) „Aber auch Drachen spielen eine große Rolle. Beide können fast dieselben Arten von Magie wirken: Elementarmagie, Heilmagie, Drachenmagie … Wenn du wählen könntest, wärst du dann lieber ein Magier oder ein Drache? Und warum?“
Anna: „Ui ui ui, du stellst Fragen. Beides? Ich liebe alles Magische und gleichzeitig fasziniert mich das Fliegen. Es muss toll sein, als Drache die Lüfte zu erobern. Aber am Ende wäre ich doch lieber Magier, da ich dann viel flexibler bin. Ich stelle es mir schwer vor, als Drache in ein Haus zu gehen oder ein Schwimmbad zu besuchen.“

Smaragd: „In Drachenstadt ist das Schloss so groß gebaut, dass sogar zwei Drachen in einem Raum kein Problem darstellt. Bei normalen Häusern … da hast du recht. Ich fühle mich unter freiem Himmel ohnehin wohler.“ (schlägt seinen Schwanz vergnügt hin und her) „Wie man an den beiden Covern der Dilogie bereits erkennen kann, gibt es in unserer Welt zwei verfeindete Lager: die weiße Stadt Tramuria unter der Magierin Athyra und die schwarze Stadt Sasseoth unter dem Magier Cezir. Wir stehen natürlich auf der weißen Seite …“
Sorak: (hüstelt vernehmlich, sagt aber nichts)
Smaragd (nach einem kurzen Seitenblick auf Sorak): „… aber es gibt viele, die auf der schwarzen Seite stehen. Bei uns gibt es vor allem Sturm- und Erddrachen, in Sasseoth leben vor allem Feuer- und Eisdrachen. Über die Motive der beiden Magier kann ich dir nichts sagen – da gehen die Meinungen stark auseinander –, aber wo Cezir mit Kraft glänzt, hat Athyra Erfahrung vorzubringen. Auf welche Seite würdest du dich schlagen?“
Sorak: „Wenn sie jetzt die schwarze Seite von Cezir wählt, stürzt du sie vom Drachenturm oder was?“
Smaragd: „Vielleicht …?“ (grinst)
Anna: „Ihr seid gemein. Meinungsfreiheit und so? Vielleicht entscheide ich mich echt für die schwarze Seite. Nur um euch eins auszuwischen *zwinker*. Nein im Ernst. Ich liebe die Naturgewalten. Ich liebe das Feuer, ich liebe das Eis, ich liebe den Sturm und ich liebe die Erde. Aber letztendlich würde ich mich für die weiße Seite entscheiden, da ich hoffe, dass es bei euch viel schöner ist.“  

Smaragd: „Da, wo ich bin, ist es immer schöner!“
Sorak: „Beide Städte besitzen ihren eigenen Charme. Und beide musst du unbedingt in der Nacht sehen, denn sie –“
Smaragd: „Pst, verrat das nicht! Sie soll sich überraschen lassen, hihi.“
Sorak: „Stimmt, das ist schöner.“ (lächelt) „Wir – oder besser: Miss Autorin! – machen es unseren Lesern nicht einfach: Immer wieder lassen wir sie Theorien über den Fortgang der Geschichte aufstellen, um dann eine 180-Grad-Wendung hinzulegen. Es gibt zwar unzählige Hinweise, aber die müssen vom Leser erst mal gefunden werden.“ (lacht) „Magst du Bücher, die ein aktives Mitdenken und Miträtseln erfordern, oder lässt du dich lieber von einer Wohlfühl-Geschichte berieseln?“
Anna: „So langsam macht ihr mich neugierig. Ich muss das Buch endlich lesen! Ihr kennt das sicherlich. Bücher sind dafür da, um dem Alltag zu entfliehen. Wenn ich mich langweilen möchte, dann nehme ich kein Buch zur Hand. Und leider langweilen mich Geschichten sehr, bei denen alles offensichtlich geschieht. Ich liebe Spannung und Wendungen. Ich liebe es, wenn ich mitfiebern und miträtseln kann und sich die Geschichte erst nach und nach aufbaut.“

Smaragd: „Dann wirst du mit uns sicher eine große Freude haben! Letzte Frage: Miss Autorin ist Selfpublisherin. Keine Ahnung, was das heißt, aber weißt du es?“
Sorak: „Das ist eine dämliche letzte Frage, Smaragd! Du hast das Recht auf die letzte Frage verloren – ich bin dran! Miss Autorin ist Selfpublisherin und das recht gerne, wenn ich es richtig verstanden habe. Liest du auch gerne Bücher von Selfpublishern? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?“
Anna: „Oh ja, ich liebe Selfpublisher. Ich habe lange Zeit nicht gelesen, da ich es irgendwie aus den Augen verloren habe. Durch das Bloggen haben ich wieder vermehrt mit dem Lesen begonnen und bin das erste Mal über den Begriff Selfpublisher gestoßen. Ich muss gestehen, dass ich bis dato nicht einmal wusste, dass es Autoren gibt, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Umso erstaunter und begeisterterer war ich, dass es solch mutige Menschen gibt. Leider hapert es bei manchen am Coverdesign sowie am Korrektorat und Lektorat. Aber zum Glück hält sich das in Grenzen. Ich habe bereits wahnsinnig talentierte Autoren kennengelernt und richtig geniale Bücher gelesen, die besser waren als viele Verlagsbücher.“

Sorak: „Ja, es gibt überall schwarze Schafe …“
Smaragd: „Und weiße! Schlag dich ja nicht auf eine Seite!“
Sorak: „Würde mir nicht einfallen!“ (seufzt theatralisch) „Anna, ich danke dir für deinen Besuch und das Interview mit –“
Smaragd: „Hey, Anna ist mein Gast und ICH verabschiede sie!“
Sorak: „Sie ist eigentlich Miss Autorins Gast und du hast sie nur geklaut.“
Smaragd: „Geborgt!“
Sorak: „Das wird Miss Autorin anders sehen, wenn sie das Interview hier liest. Jedenfalls danke für deinen Besuch, Anna, und drück uns die Daumen für den #dpp!“
Smaragd: „Ja, und die Krallen!“
Anna: „Auf jeden Fall tue ich das. Ich wünsche es mir von ganzen Herzen, da Christine es mehr als nur verdient hat. Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für mich genommen habt.“

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Und für alle, die das Buch nicht kennen, hier der Klappentext für euch: 
„Als Licht kam ich in diese Welt, als Schatten bemächtige ich mich ihrer …“ Seit der Krieg zwischen den vier Magiern und ihren Drachen die Welt entzweit hat, führt der junge Nomade Sorak fernab jeglicher Machtkämpfe ein friedliches Leben. Als eines Nachts das Unglück über sein Dorf hereinbricht, findet er sich an einem Ort wieder, der nur Schwarz und Weiß zu kennen scheint. Inmitten von Schuldgefühlen und aufgezwungener Verantwortung versucht Sorak, das Lügennetz zu entwirren, das zwischen Freund und Feind bald nicht mehr unterscheiden lässt. Doch die Wurzel allen Übels reicht noch viel tiefer, als selbst die Magier hätten erahnen können … Eine Geschichte über Mut und Angst, Vertrauen und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung und die Fähigkeit, die Dunkelheit im Licht zu sehen.


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