Thalea Storms Blogger Adventskalender Türchen 10

Thalea Storms Blogger Adventskalender Türchen 10

Aktuell findet nicht nur mein Adventskalender statt, sondern mit vielen weiteren Bloggern auch der von Thalea Storm. Jeden Tag erfahrt ihr etwas mehr über die Autorin. Um alle Beiträge zu finden, solltet ihr der Veranstaltung beitreten. Bei mir geht es heute darum, wie sie zum Schreiben kam. 

Wie das Schreiben mich fand…
Viele Leser haben von Autoren die Vorstellung, dass sie bereits
mit Stift und Zettel in der Hand geboren wurden sind.
Dazu gehörte ich auch mal, bis ich selbst Autorin wurde und
gemerkt habe, dass es so rosarot manchmal gar nicht läuft.

Mich fand das Schreiben von Büchern erst mit
27 Jahren. Da war ich eigentlich schon ein ziemlich alter Hase im Vergleich zu
denen, die von frühester Kindheit an geschrieben haben und deren Schränke voll
mit geheimnisvollen Manuskripten liegen. Dass ich ein Talent im Umgang mit Wörtern und
Buchstaben habe, war mir lange nicht so direkt bewusst, obwohl sich
unübersehbare Hinweise durch mein Leben zogen. So war ich zum Beispiel im Fach Deutsch
mit die Klassenbeste, schrieb in meiner Freizeit unheimlich gerne Tagebuch,
hatte zahlreiche Brieffreunde (oh ja, wir schrieben richtige Briefe – mit
Papier und Briefmarke und so und war eine der wenigen Schülerinnen, die sich
wie ein Kullerkeks freuten, wenn es hieß, dass die nächste Deutscharbeit ein
Aufsatz werden würde. Ich hatte immer den Drang zu schreiben in mir. Nur wusste
ich nicht, wie ich ihn erfüllend umsetzen konnte, denn alles was ich probierte,
reichte nicht.
Der Wunsch, ein Buch zu schreiben, tauchte
erstmals irgendwann im Teenageralter auf. Aber so richtig hatte ich keine Idee,
vom Selfpublishing damals keine Vorstellung und es fehlte mir vor allem an Mut.
Ohne es je versucht zu haben, traute ich mir einfach nicht zu, einen Roman
schreiben zu können und verwarf den Gedanken sofort wieder.
In den folgenden Jahren absolvierte ich das
Abitur, schloss eine Ausbildung ab und studierte Sozialpädagogik, doch die
Leidenschaft fürs Schreiben blieb – immer noch unerfüllt. Ich wagte mich an ein
paar Schreibversuche, Fan Fiction, Kurzgeschichten – sowas in der Richtung.
Doch ich redete mit niemandem darüber und fand es auch nicht zufriedenstellend. Erst das Jahr 2016 veränderte alles.

Ganz unerwartet und ganz plötzlich erlebte
ich im engsten Familienkreis zwei Todesfälle, die mich ziemlich aus der Bahn geworfen
haben. Und ich begann darüber nachzudenken, wie glücklich und zufrieden ich mit
meinem Leben eigentlich bin. Es könnte schließlich jeden Moment vorbei sein…
was würde ich bereuen, nicht getan zu haben? Da fielen mir natürlich einige
Dinge ein. Unter anderem das Schreiben. Mitten im Sommerurlaub am Meer fasste
ich den Entschluss, es wenigstens mal zu probieren. Wenn es nicht klappen würde,
dann könnte ich es immer noch für mich behalten und müsste es ja niemandem
zeigen. Aber wenn es klappen würde…

Gesagt, getan und ich startete mit meinem
Debüt „Dein Traum in mir“.
Entgegen aller Erwartungen fand ich im
Schreiben meine absolute Erfüllung. Das Eintauchen in all die Welten der
Protagonisten, ihr Leben, Fühlen und Handeln verzauberten mich auf Anhieb. Ich
war plötzlich viel mehr ich selbst, viel reflektierter, viel ruhiger, viel
zufriedener… alles, durch ein paar geschriebene Worte. Ich bereue es heute
nicht, dass ich nicht früher begonnen habe. Ich glaube, ich war einfach noch
nicht soweit. Der richtige Zeitpunkt kam, indem das Schreiben sich in mein
Leben schlich und leise flüsterte: „Jetzt bin ich aber dran!“, und ich
lächelte, öffnete die Arme und ließ es seitdem nicht mehr los. <3

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