Themenmonat – Jenseits des Mainstreams mit Katharina Gerlach

Themenmonat – Jenseits des Mainstreams mit Katharina Gerlach

Nischenbücher sind schon etwas tolles. Ich habe bereits viele spannende Bücher gefunden, die nicht nach dem Schema XY ablaufen. Welche sind eure Favoriten? 

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Gastbeitrag von Katharina Gerlach

Ich bin ein Kind der späten Sechziger und weigere mich nach wie vor standhaft, erwachsen zu werden. Die Liebe zum geschriebenen Wort erbte ich von meiner Mutter, einer lesesüchtigen ehemaligen Sekretärin, und die Liebe zu Natur und Naturwissenschaften von meinem Vater, einem ehemaligen Förster. Gemeinsam mit drei jüngeren Brüdern wuchs ich mitten im Wald im Herzen der Lüneburger Heide auf, und war ich nicht im Wald unterwegs, dann konnte man mich mit einem Buch vor der Nase finden.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich mehr wollte, als in den Welten anderer unterwegs zu sein, und so begann ich, ernsthaft daran zu arbeiten, gute Geschichten zu erzählen. Dummerweise gelingt es mir nur selten, mich dabei auf ein Genre zu konzentrieren. Ich habe historische Romane, Urban Fantasy Krimis, Spielebücher, Science Fiction (fast) ohne Raumschiffe, Märchenadaptionen und Romantasy Romane geschrieben, die für Leser*innen jeglichen Alters gedacht sind. Fast alle Geschichten sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erhältlich, da ich zweisprachig aufgewachsen bin.

Ziemlich früh schloss ich mich den Qindies an, wobei das Q für Qualität und das indie für unabhängig veröffentlichende Autor*innen steht. Es ist eine Gruppe von Autor*innen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zu zeigen, wie vielseitig und qualitativ hochwertig Geschichten von Selfpublishern sein können. Nach ein paar Fehlversuchen, das Label zu bekommen, sind mittlerweile alle meine Romane und Novellen mit dem Siegel ausgezeichnet.

Obwohl ich derzeit als Leonie Joy versuche, einem Genre – nämlich der Romantasy – treu zu bleiben (im Moment muss ich erst einmal einige Bücher für den neuen Künstlernamen fertigstellen), werde ich weiterhin Geschichten schreiben, die sich einfachem Schubladendenken widersetzen. Ich bin eine freundliche aber manchmal unbequeme Person, und so werden auch meine Geschichten immer bleiben.

Die beiden Geschichten aus meinem Sortiment, die wohl am stärksten vom Mainstream abweichen, sind der Roman „Jagd auf den Grimm(sch)en Schnitter“ (die gute Fee des Märchenlandes wurde ermordet und Sherlock Holmes hat keine Zeit/Lust, den Fall zu übernehmen, also muss der/die Leser*in mit Watsons Hilfe ermitteln) und die Kurzgeschichte „Zeitprobleme – Problemzeiten“, in der die Hauptfigur sein jüngeres Ich vor der Zeitpolizei zu retten versucht. Bei beiden Büchern muss am Ende einer Szene entschieden werden, wie die Geschichte weitergehen soll. Beide Geschichten sind bewusst nicht in der DU-Perspektive geschrieben, die sonst bei Spielebüchern üblich ist, denn diese Perspektive hat mich schon als Kind genervt. Auch sind die Geschichten mehr als eine Aneinanderreihung voneinander unabhängiger Episoden, wie ich sie aus meiner Kindheit kannte. Die Rückmeldungen zu diesen Büchern waren bisher durchwegs positiv, obwohl ich durch die komplizierte Struktur der Geschichten natürlich weniger Raum zur Figurenzeichnung hatte, als bei linear erzählten Geschichten.

Wer möchte, findet mich auf meiner Website, bei Facebook oder Pinterest  und wer gut Englisch kann, ist herzlich eingeladen, die Geschichten des kostenlosen Indie Authors‘ Advent Calendar zu lesen, die noch bis Ende Januar öffentlich bleiben.

Ich würde mich freuen, wenn ich euch kennenlernen könnte. Sagt mir doch, ob ihr lieber in einem festen Genre lest oder doch eher breit gefächert. Ich werde versuchen, eure Fragen, Anmerkungen und Anregungen schnellstmöglich zu kommentieren.

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Jagd auf den Grimm(sch)en Schnitter: Wähle den Weg Abenteuer*
Eine interaktive Spurensuche mit mehr als zwanzig verschiedenen Enden
Der Mord an der guten Fee könnte das Ende des Königreichs der Märchen bedeuten. Nur eine Person kann den Fall lösen – und das ist nicht Sherlock Holmes. Er ist indisponiert. Daher nimmt der König gerne die Hilfe eines Echtweltlers an, um dem Fall auf den Grund zu gehen. Folge mit Watsons Hilfe den Hinweisen. Doch welche führen zum wahren Täter? Achtung: die Geschichte teilt sich in immer neue Stränge. Mehr als einmal tut sich eine Sackgasse auf, und der Tod lauert hinter so mancher Ecke. Werde zum Ich-Erzähler dieses nicht-linearen Krimis und finde gemeinsam mit Watson den Mörder. Entdecke dabei mehr als zwanzig verschiedene Enden … falls du es wagst, in Holmes Fußstapfen zu treten. Bereit für ein Abenteuer?

 


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