Magischer Themenmonat Protagonist – Ben aus Hund, Katz und die Liebe

Magischer Themenmonat Protagonist – Ben aus Hund, Katz und die Liebe

Herzlich Willkommen. Heute dürft ihr Ben aus Hund, Katz und die Liebe von Monja Schneider kennenlernen. Das Buch erscheint am 15.02. und ich hoffe, dass ihr neugierig auf die Geschichte werdet. 

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Gastbeitrag von Monja Schneider

Liebe Leser,
ich befinde mich hier im Café Gerania an der Promenade in Vechthorn. Sie kennen es sicher, dieses nette kleine Café mit dem besten Käsekuchen im Umkreis von 100 Kilometern. Das Café mit der Terrasse zum Meer hin. Auf dieser Terrasse habe ich ihn aufgestöbert: Benedikt Mayerhofen, einer der begehrtesten Junggesellen unseres Städtchens, gutaussehend und aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie. Sein Onkel ist der Bürgermeister. Der Mittdreißiger sitzt an einem kleinen Tisch, sein Labrador zu seinen Füßen. Er rührt in seiner Tasse mit Ostfriesentee und liest seine Zeitung. Ein perfektes Opfer für mich, Vera, eure Reporterin für »News aus der Highsociety unseres Ortes« des Vechthorner Vereins- und Gemeindeboten.

Vera: (mit entschlossenem Schritt zum Tisch):
Verzeihen Sie, ist hier noch frei?

BM (Benedikt Mayerhofen)
Bitte … (weist mit der Hand auf den freien Stuhl und liest ungerührt weiter in seiner Zeitung)

Vera:
Sie sind doch der Anwalt, der neulich diesen spektakulären Prozess gewonnen hat, oder?

BM (blickt kurz auf)
Falsch … ich war der Vertreter des Anklägers, ja, aber ich war … nun … verhindert.

Vera:
Ah … möchten Sie ein wenig davon erzählen? Es gehen ja die wildesten Gerüchte in der Stadt um. Es heißt, sie seien in Italien unterwegs gewesen. Es heißt, sie seien nicht alleine zurückgekommen.

BM
Was die Leute so reden … ich möchte nicht davon erzählen, nein. Ich sage nichts ohne meine Autorin!

Vera:
Ah …Ihre Frau Autorin. Wie ist sie eigentlich auf die Idee gekommen, Sie zu erfinden?

BM (faltet seufzend die Zeitung zusammen)
Das war aus einer »Null Bock«-Stimmung heraus. Ihre Schreibbuddys wollten, dass sie mit ihnen zusammen am NaNoWriMo teilnimmt. Sie wissen doch, was der NaNoWriMo ist, oder? Das ist dieses National Novel Writing Month-Ding, das jedes Jahr im November stattfindet; einen Roman in einem Monat schreiben und so. Sie hatte keine Lust und keine Idee. Aber ihre nörgelnden Schreibbuddys. Und die Gewohnheit – was hätte sie schließlich sonst im November machen sollen, wenn nicht schreiben? Nun müssen Sie wissen, dass so ziemlich alle ihre männlichen Protagonisten eine gewisse Ähnlichkeit mit Alain Delon aufweisen. Also hat sie, als sie mal wieder unmotiviert und ideenlos vor ihrem Computer herumhing, nach Bildern gesucht und ist fündig geworden. Ein Bild von Alain Delon, zusammen mit seinem Hund. Und ein anderes auf dem Markusplatz in Venedig, mit der Kamera, umgeben von Tauben. Nach und nach fand sie weitere Bilder und es entstanden Fragmente in ihrem Kopf, die sich zu einer Geschichte formten. Die Bilder hat sie übrigens unter »Hund, Katz und die Liebe« auf Pinterest gesammelt. Den NaNo hat sie zwar in den Sand gesetzt, aber Eile mit Weile. Irgendwann hat sie meine Geschichte dann doch beendet.

Vera:
Ah …
Um noch einmal auf den Prozess zurückzukommen: Spielten da nicht auch Tauben eine Rolle?

BM
Nein, das war ein anderer Fall für denselben Mandanten. Meine Schwester hat das außergerichtlich geregelt. Sie ist eine militante Tierschützerin. Aber das wissen Sie, nicht wahr?!

Vera: (wird ein wenig rot)
Ähm … ja … nun … ja, Ihre Schwester ist bekannt, in der Stadt. Um nicht zu sagen berüchtigt … Aber Tauben sind doch wirklich die Ratten der Lüfte.

BM (grinst)
Sagen Sie das mal nicht in Gegenwart meiner Schwester.
Im Ernst: Diese Meinung ist weit verbreitet und ich habe auch so gedacht. Darum habe ich den Fall übernommen. Die Tauben des Nachbarn kacken auf die Gartenmöbel meines Mandanten. Das ist nicht aus der Luft gegriffen, für diesen Fall gibt es ein reales Vorbild. Meine Autorin hat eine Ausbildung bei einem Rechtsanwalt gemacht und es gibt wirklich Nachbarn, die mit so etwas vor Gericht ziehen. Am Anfang der Planungen wollte sie einfach einen skurrilen Fall als Aufhänger. Und jetzt begleitet mich dieser Taubenmist durch die ganze Story.
Und dann kam eben auch noch meine Schwester ins Spiel. Die Tierliebhaberin, die einen ganzen Bauernhof voller Tierschutz-Tiere hat. Würde man unsere Frau Autorin fragen, was sie tun würde, wenn sie im Lotto gewinnt, würde sie genau das wollen: Einen Bauernhof, in dem sie einen Gnadenhof aufziehen könnte.
Und Tauben? Die sind viel besser als ihr Ruf. Das hat sie von klein auf von ihrem Vater gelernt, der in seiner Jugend selbst Tauben gezüchtet und manchmal kranke und erschöpfte Tauben aufgenommen und gepflegt hat. Von ihm hat Frau Autorin die Liebe zu Tieren. Das ist ihr während des Schreibens wieder hochgekommen und bewusst geworden.

Vera:
Oh …
Nun, das sind jetzt aber alles Nebenfiguren und Nebenhandlungen. Können Sie denn gar nichts über ihre eigene Geschichte erzählen? Man erzählt sich, dass Sie mit einer wahren Schönheit nach Hause gekommen sind. Und es bald eine Traumhochzeit geben wird.

BM (grinst)
Nun, wie gesagt, ich sage nichts ohne meine Autorin.
Ich will keinen Ärger mit ihr, sonst schreibt sie eine Fortsetzung und lässt mich noch einmal leiden.
Außerdem, Sie wollen sich doch die Spannung nicht verderben. Sich selbst nicht und all den Leserinnen und Lesern nicht.
(lacht und steht auf)
Sie entschuldigen mich, ich muss zurück in die Kanzlei.

Vera: (Sieht ihre Felle davonschwimmen):
Ähm .. ihr Vater … wie geht es ihm?

BM
Prächtig, danke der Nachfrage.

Vera:
Ähm … was hat es eigentlich mit diesem Fremden auf sich, der vor ihrer Kanzlei gesehen wurde? Man sagt, das sei ein seltsamer Kauz gewesen, der mitten im Herbst im Musketier-Kostüm herumgelaufen sei.

BM
Ja, es gibt schon seltsame Menschen. Aber schreiben Sie, dass man nicht von der Kleidung auf den Mann schließen kann. In diesem Fall habe ich diesem »seltsamen Kauz«, wie sie ihn bezeichnen, zu verdanken, dass mein Konto gut gefüllt ist und ich mir meinen Traum erfüllen kann.
Komm Freddy!
(Geht einfach davon, sein Labrador folgt ihm. Als Ben in sein Cabrio steigt, schaltet er den CD-Player ein und Queen dröhnt aus den Lautsprechern)

Vera:
Hmm, Benedikt Mayerhofen mag Queen so sehr, dass er seinen Labrador nach Freddy Mercury benannt hat. Auch keine wirkliche Neuigkeit. Heute habe ich aber auch nur Pech …

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Hund, Katz und die Liebe*
“Als Kind, ja, da hatte er von geheimen Türen in fremden Welten gelesen. Und diese Geschichten geliebt. Aber das waren Märchen gewesen.”
Benedikt Mayerhofen, ein junger Anwalt, der mit beiden Beinen im Leben steht, erhält von einem Fremden den Auftrag, dessen verschwundene Tochter zu suchen. Die Spuren führen Ben und seinen Labrador Freddy quer durch Italien. Auf seiner Reise lernt er mehr und mehr, dass es noch Wunder und Magie gibt. Denn die schwarze Katze, die Freddy in Palermo aufstöbert und die sie fortan begleitet, ist mehr, als sie zu sein scheint. Ein Realist, der sich plötzlich in einem Märchen wiederfindet und eine verzauberte junge Frau aus der Vergangenheit – wird ihre aufkeimende Liebe eine Chance haben? Wird Ben Serafina erlösen können? Eine romantische, tierisch zauberhafte Geschichte, nicht nur für Queen-Fans.

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