Themenmonat Protagonist – Die Protagonisten aus Beautiful Agony von Akira Arenth

Themenmonat Protagonist – Die Protagonisten aus Beautiful Agony von Akira Arenth

Herzlich Willkommen zum ersten Protagonisteninterview in diesem Monat. Ich habe die Autoren dazu aufgerufen, ein etwas anderes Interview mit ihren Protagonisten zu führen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Am Ende findet ihr übrigens den Klappentext zum Buch. 

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Gastbeitrag von Akira Arenth

Die Luke öffnet sich mit einem Zischen. Müde schlurfen Arian, Raik und Kajetan aus dem Hauptgang des Raumschiffwracks in die abgeriegelte Kommunikationsstation der Neztak. In dieser befindet sich nichts außer einem großen Monitor in der Ecke, ausgerüstet mit einer kleinen Kamera und des Weiteren drei Stühle.

»Ich will in die Mitte!«, ruft Ari und läuft schnurstracks vor, doch da schnappt ihn Raik an der Kapuze seiner Jacke, reißt ihn daran zurück und murrt:  »DU sitzt links! ICH sitze in der Mitte!« Er hat mal so gar keinen Bock auf das Interview.  Kajetan trottet hinter den beiden her, denn der hat noch weniger Böcke.  »Seht zu, ich will hier nicht festwachsen!«

Er glaubt noch immer, dass er nur als Wachschutz mitkommen sollte, und zieht sich einen der Stühle zur Seite. Nachdem alle drei sitzen, aktivieren sich die letzten Akkuzellen und mit einem lauten Rauschen schließt sich die Tür hinter ihnen. Dann frizzelt der Bildschirm schwarz-weiß auf und stellt die Verbindung ins Paralleluniversum her, so wie es das Sternentelegramm vorhergesagt hat. Schon in der nächsten Sekunde starren ihnen hunderte Augenpaare, zusammengequetscht sitzender, angespannter Fans, entgegen. Stille.  Alle halten den Atem an, doch dann erzeugt Arian leise, quietschende Geräusche mit seinem Cyberbein, ehe er belustigt »Ich möchte ein Spiel spielen« flüstert. 

»Pscht!« Raiks Ellenbogen trifft Aris Rippen. Man sieht genau, wie vor allem die Mädels in den ersten Reihen kurz vorm Platzen sind, sich auf die Lippen beißen und ein Aufquieken mit aller Gewalt zurückhalten müssen. Schließlich schubst der sprachlose Haufen eine junge Dame mit roten Haaren und schwarz gerahmter Brille nach vorne, die zittrig einen Zettel in den Händen hält. »Äh … ja … ähm … hi, Jungs! Also … wir, ähm … schön, dass alles geklappt hat!!!« Sie wedelt mit der Hand und der Schwarm folgt ihrem Beispiel, was auch den ein oder anderen Gluckser aus so manchem Brustkorb löst! »Ja … ähm … wir haben ein paar Fragen an euch! Also wir … die Community!!!« Erneute Stille. »Was für eine Community?«, flüstert Arian Raik leicht verstört zu, aber der zuckt nur mit den Schultern. »Was weiß ich. Ist doch egal. Ich hab nur die Info, dass wir phallisches Obst kriegen, wenn wir hierherkommen und zehn Fragen beantworten. Ach ja und eine Zahnspange für Simon … was auch immer das eine mit dem anderen zu tun hat.« Die rot Behaarte scheint mitgehört zu haben, denn sie hebt etwas wackelig den Finger.  »Öhm … also wir sind so was wie -« »Schwule Mädchen! Sieht man doch!«, ruft Kajetan plötzlich dazwischen und verschränkt die Arme, während er den plötzlich sehr giftigen Blicken der Ladyschar standhält. »Das ist ’ne Sondereinheit, hab ich gehört. Nun macht hinne! Ferngespräche sind Stromfresser und die Akkus halten höchstens noch zwanzig Minuten!«

Leicht entsetzt rückt sich die Sprecherin ihre Brille auf der gerümpften Nase zurecht, doch sie scheint keine Lust auf Diskussionen zu haben. Stattdessen schnauft sie kurzdurch. »Ja, Ja! Ich beeil mich! Also, Kajetan, da du gerade so schön am Erklären bist, fangen wir doch gleich mit dir an! Keine Ahnung, ob du nun schwul oder bi bist, aber jetzt mal raus mit der Sprache: Mit wem war dein erstes Mal und warst du dabei Top oder Bottom?«

Raik und Arian prusten los, beißen sich dann jedoch auf die Lippen und schwenken ihre Blicke synchron zu ihrem Leidensgenossen rüber, der schlagartig ein wenig blasser geworden ist. »Wer hat gesagt, dass ICH hier mitmache?« Kajetan verlagert sein Gewicht unruhig von der linken auf die rechte Arschbacke und spannt die Oberarme an. »Und wieso bekomme ausgerechnet ICH dann auch noch die ERSTE Frage?« Arian wirft ihm einen Schraubendreher aus Raiks Handwerkergürtel gegen die Schulter. »Jetzt mach schon! Ich will Schwanzobst!« »Du kriegst doch jeden Abend deine “BANANE“ und schreist dabei so laut, dass ich dich bis in mein Haus höre!!! Außerdem … ist das PRIVAT!« Raik stöhnt genervt. »Mein Gott, du benimmst dich gerade wie ein schüchternes Schulmädchen!« »Genau! Und denk an den Strom! Tick, Tack – die Zeit rennt!«, lacht Ari. Kajetan läuft knallrot an und schaut in die Ecke. »Mann ey!!! Aktiv, mit einer Frau!« >Määääp!!! Määääp!!!<

Sein Stuhl, der bis eben noch wenig technisch erschien, leuchtet plötzlich rot auf und versetzt ihm zwei fette Stromschläge.  »Aua, aua!!!« »Ihr dürft nicht lügen«, belehrt uns das Frontmädel nun mit einem diabolischen Grinsen, während sich Kajetan die rauchenden Eier in seiner geflochtenen HerkulesLederhose bepustet. Giggelnd schaut sie wieder auf ihren Zettel.

»Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen. Aber danke für die Info. Zweimal Schwindeln in einem so kurzen Satz … tse, tse, tse.« »Bin ich jetzt dran?«, fragt Arian hibbelig und rutscht aufgeregt auf seinem Stuhl herum. »Wehe du lügst absichtlich!«, faucht Raik leise zu Ari rüber, denn sein Freund scheint der Einzige zu sein, der sich aufs Grillen freut. »Nein, Frage zwei geht diesmal an Raik.« Dessen Haltung bleibt trotz der spannungsgeladenen Aussicht locker. »Hast du dein Muschi-Problem inzwischen im Griff?«  Jetzt verhärtet sich sein Körper plötzlich. »Was sind denn das für Fragen???«, weicht nun auch er aus und fährt hoch, um nicht ebenfalls gleich eine gewischt zu kriegen.  »Sie meint die Katzen!«, versucht Ari ihn zu beruhigen und nimmt seine Hand, doch Raik entzieht sie ihm sofort wieder. »Ich weiß!«  »Für die finalen Fragen ist in einem offenen Posting unserer Community solidarisch abgestimmt worden. Fair und unparteiisch!«, ruft ein anderes Mädel mit dunklen, langen Haaren, das hinter der Interviewerin hervorlugt, woraufhin zustimmendes Gemurmel ertönt.

Raik schnauft und fährt sich gereizt durch die Haare. »Schön! Nein, ich habe immer noch einen … HEIDENRESPEKT vor den Viechern, aber so langsam gewöhne ich mich dran. Ari hielt es für eine tolle Idee, eines dieser gestromten, mordlustigen Biester anzufüttern und  -« »Sie ist eine goldene Siam und heißt deshalb Fräulein Ferrero Flauschig!«, wirft Arian ein und die Hälfte der Mädels beginnt zu seufzen.  »… mit ins Haus zu nehmen«, beendet Raik seinen Satz.

Tatsächlich ertönt ein glockenklares >Pling< und sein Stuhl leuchtet grün (also das Möbelstück). »Das ist doch toll! Dann ist die Restangst sicher auch bald überwunden«, lobt ihn die Unbekannte und Arian macht sich schon mal bereit für seine Frage, indem er auf der Sitzfläche hin und her rutscht und seine frisch befeuchteten Lippen schürzend in Position bringt. »Na dann gleich weiter! Kajetan, würdest du dich unter gewissen Umständen von deinem Bart trennen oder siehst du ohne den wie ein Mädchen aus?« Ari versinkt bockig im nicht vorhandenen Polster. Kajetan verkrampft hingegen wütend die Hände am Sitz und man sieht, wie eine Ader an seiner Schläfe pocht, als hätte er eine kleine, glückliche Made darunter. »Würdest DU wie ein MANN aussehen, wenn du einen Bart hättest??? NEIN! Was sollen also diese bescheuerten Fragen???«

»Oooohoooobst«, flötet Ari herüber, doch Kajetan motzt aufgebracht weiter. »NEIN, ich würde ihn unter keinen Umständen abrasieren und ich sehe garantiert NIE wie ein Mädchen aus!!!« >Pling!< Die Fragestellerin räuspert sich und ordnet ihre Papiere. »Okay, Dankeschön! Dann jetzt eine allgemeine Frage: Was waren die Momente aus der Reihe, an welche ihr am liebsten zurückdenkt oder die euch fest in Erinnerung geblieben sind?« »Häh?« Arian sieht irritiert seinen Lover an, doch auch der zieht die Stirn in Falten und scheint etwas verwirrt zu sein. »Wovon redet sie? Was für eine Reihe?«  Raik murmelt: »Vielleicht meint sie die Schlange vor Inges morgendlicher Brötchenausgabe? Da stehen wir doch immer in einer Reihe an.« »Da hatte ich aber noch nie schöne Momente! Ich pass nur jedes Mal auf, dass ich nicht hinter Zappel-Seppel stehe, der latscht mir nämlich ständig auf den Fuß.«

Die beiden schauen zu Kajetan rüber, der jedoch sieht nur stur in die Ecke und scheint nicht mehr mitmachen zu wollen. Deshalb antwortet Raik schließlich laut für alle: »Wir haben keine.« Diesmal ertönt kein Geräusch. Wahrscheinlich ist auch der Lügendetektor verwirrt. Die Community empört sich hingegen, diskutiert eifrig tuschelnd, doch schlussendlich ziehen sie eine andere Frage vor, die dasselbe Thema aufgreift: »Was ist denn das Besondere an eurer Reihe? Also aus eurer Sicht?« Wieder glotzen die drei sie an, wie Fische einen an der Scheibe vorbeirutschenden Finger.  »Ähm … das nicht geschubst wird?« Erst jetzt scheinen die Fans zu realisieren, dass die Befragten gar nicht wissen, dass ihre Geschichte in mehreren Büchern im anderen Universum erschienen ist und belassen es deshalb dabei. 

»Gut, ähm … dann machen wir mal mit dem nächsten Thema weiter.« Arian lehnt sich vor und erwartet nun endlich die erste, an ihn gerichtete Frage. Doch die kommt nicht. »Raik, wer hat dir die Dinge beigebracht, die du mit Ari anstellst? Und sag nicht, dass dir das in die Wiege gelegt wurde!«

»Ey!!!« Während sein Freund noch darüber nachdenkt, woher die Fremde von seinen “besonderen Fähigkeiten“ weiß, protestiert Arian und stampft empört auf. »Wann krieg ICH endlich mal eine Frage?« »Über dich wissen wir doch schon alles«, winkt sie kichernd ab und schaut weiterhin erwartungsvoll seinen Nebenmann an. Dessen Antwort scheint ihr ziemlich wichtig zu sein. Raik erwidert ihren Blick jedoch ohne Scham und zuckt nur mit den Schultern. »Hab ich mir selbst angeeignet. Die einen interessierten sich fürs Kanufahren, die anderen für Poker. Ich hab mich eben dafür interessiert und mich dementsprechend belesen. Als ich alt genug war, habe ich Bondagekurse besucht und bin zu Partys gegangen, auf denen Vorführungen gemacht wurden. Da lernte ich auch meinen ersten Freund kennen und mit dem fing ich an, aktiv zu spielen. Kurz nachdem wir uns getrennt hatten, wurde ich von einem Bekannten auf die Black Wedding eingeladen und da -«, er legt seine Hand auf den Schenkel seines Liebsten, »- habe ich auch schon Arian kennengelernt. In der Zeit mit ihm habe ich mehr gelernt als in all den Jahren zuvor.« Die junge Frau schnieft kurz und nickt gerührt. Auch der Rest hinter ihr hat feuchte Augen.

Das grün beleuchtete >Pling< überhören sie dabei fast. »Okay … ähm … ja. Es ist so schön, dass ihr euch gefunden habt.« Sie zieht geräuschvoll den Rotz in der Nase hoch und schaut wieder auf ihr Blatt. »Du warst Ari gegenüber ja anfangs sehr skeptisch, was dessen Gefühle für dich betrifft. Was war der entscheidende Moment, in dem du nicht mehr daran gezweifelt hast?« Raik sieht ein wenig verlegen zur Seite, doch als sein Blick den von Ari kreuzt, welcher unsicher zu ihm aufschaut, seufzt er. »Eigentlich habe ich nie daran gezweifelt. Jedes Mal, wenn ich ihm in die Augen sah, wusste ich, dass er mich liebt. Ich hatte nur Hemmungen, mich gefühlsmäßig voll auf ihn einzulassen, weil ich nicht noch einmal so sehr verletzt werden wollte, wie vorher.« Das grün beleuchtete >Pling< geht auch diesmal im Seufzen der Mädels unter, wird kurz darauf jedoch von ihrem quietschenden Aufschrei übertönt, als Arian Raik liebevoll an sich zieht und küsst.  »Boah ey! Muss das jetzt sein?«, schnauzt Kajetan die beiden an und steht wuchtig auf. »Scheiß auf die verdammten Früchte!!! Los, wir gehen!«

Er packt Raik an der Schulter und will ihn mit sich ziehen, doch Arian hält seinen Freund von der anderen Seite fest.  »Nein!!! Es sind nur noch drei Fragen!!! Bleibt hier! Ich will mir das Geheule wegen Simons riesigen, schiefen Zähnen nicht mehr anhören müssen! Ihr seid schuld, wenn der Bengel weiter wie ein Pferd aussieht!« »Oh, ist okay, lass sie ruhig gehen«, wirft die Schwarzhaarige, die auch vorhin schon den Erklärbär gemimt hat. »Dann stellen wir die letzten drei Fragen einfach dir!« Arians Augen leuchten auf und er fuchtelt sofort mit den Händen in Richtung Tür. 

»Na los, husch husch! Wartet draußen auf mich! Ich mach das schon!« Raik lässt sich grollend von Kajetan mitziehen, der bereits die Tür öffnet. Allerdings bleibt er im Gang des Raumschiffwracks stehen und behält einen Fuß in der Schwelle. Aufgeregt rücken die Mädchen noch näher an die andere Seite des Bildschirms und die Sprecherin setzt ihre Befragung nun etwas leiser fort:  »Okay, stell dir mal vor, du könntest eine Stunde lang alles tun, worauf du Lust hast: egal wann, egal mit wem, egal was, und danach dürftest du exakt diese Stunde in der Zeit zurückspringen, um alles ungeschehen zu machen. Keiner wüsste mehr, was passiert ist, außer dir. Was würdest du tun?« »Oh, das ist schwer!« Er überlegt und tippt sich gegen die Lippen. »Also eigentlich würde ich versuchen wollen, den Weltuntergang zu verhindern, oder zumindest den Tod einiger geliebter Wesen, aber wenn danach alles so ist, wie es war … hm. Ich glaube, ich würde in die Zeit im Lager zurückspringen und Kajetan vor all seinen Soldaten nackt auf allen vieren auf einem Podest knien lassen. Dann würde ich mich auf seinen Rücken setzen und ihm eine fette Zucchini in den Arsch schieben! Immer wieder mit ordentlich Schmackes raus und rein! Und direkt danach würde ich ihn von Mondkalb aufbocken lassen!«

Pling< Die kleine Menschenmasse auf der anderen Seite des Universums verstummt. Einige beginnen zu prusten, andere kriegen rote Wangen und scheinen noch immer mit ihrem Kopfkino beschäftigt zu sein. Schließlich stammelt die Frontfrau ihre vorletzte Frage hervor: »Okay, ähm … also … das passt jetzt nicht so ganz, aber hier steht: Man kann sagen, dein Herz ist rein, egal, was passiert. Egal, was da kommt, du bist immer sanft und lieb. Wie schaffst du das?« Arian legt den Kopf schief, dann grinst er und haut raus:  »Ich hatte eine gute Erziehung!«

Nach dieser Antwort kneift er sofort die Augen zusammen, spreizt die Beine und presst sich auf die Sitzfläche, doch als das knätschige >Määääp!!!< ertönt, bleibt der erwartete Stromschlag aus. Stattdessen kommt mit einem >Plopp< ein Fähnchen hervor, auf dem »Lüge« steht. Arian öffnet die Augen und sieht es irritiert an. »Hä…? Was soll der Mist!??? Wo bleibt mein Saft???« »Bei dir wäre der Stromschlag keine Strafe.« Die junge Frau gegenüber kichert hämisch und die anderen tun es ihr gleich. »Aber ich schick dir einen zur Belohnung, wenn du die letzte Frage wahrheitsgemäß beantwortest.«

Arian grummelt frustriert, verschränkt die Arme, doch dann nickt er. »Gut! Denkst du nicht manchmal in so gewissen Momenten daran, wie es wäre, wenn ihr mal für einen Abend switchen würdet?« »Nein!« >Määääp!!!< Ein weiteres Fähnchen ploppt hervor.  Arians Wangen beginnen zu glühen und er sieht vorsichtig über seine Schulter zur Tür, doch sein Lover diskutiert gerade mit dem ehemaligen General. Verschämt senkt er den Blick auf seine Hände und antwortet nochmal:  »Na ja, also … darüber nachdenken schon, aber … ich will es nicht wirklich! Ich weiß, dass er nicht darauf steht und würde es deshalb auch niemals wagen, ihn zu schlagen. Dafür habe ich viel zu viel Respekt vor ihm. Klar, manchmal hätte ich gern etwas mehr Mitspracherecht im Bett, aber die volle Kontrolle oder gar Leitung eines Spiels wären viel zu viel Verantwortung und -«

»Sie hören dich nicht mehr«, unterbricht ihn plötzlich Raiks ruhige Stimme und ein Kuss landet auf seinem Kopf. Da schaut Arian auf und bemerkt erst jetzt, dass der Bildschirm schwarz ist. »NEIN!!! Und mein Schock? Sind die Akkus leer?« »Scheint so. Vermutlich hat Kajetan schon die größte Ladung abbekommen.« »Och nööööö! Warum kriegt der immer alleeeees?«, heult Ari auf und legt den Kopf in den Nacken, weshalb ihm sein Liebster seitenverkehrt ins Gesicht schaut. »Heißt das jetzt, dass alles umsonst war?« »Nichts ist umsonst, Ari.« Er küsst ihn grinsend erneut, diesmal auf den Mund und deutlich liebevoller. »Was hältst du davon, wenn ich DICH heute Nacht bestimmen lasse, wie wir es machen? Ich bin mir sicher, du hast da einige gute Ideen …« … Draußen vor dem Schiffswrack landen indessen, getragen von Fallschirmen, drei große Metallkisten, bis zum Rand gefüllt mit Bananen … und einem Do-it-yourselfAbdruck-Kit für eine blau glitzernde Zahnspange. Auf den Kisten prangen rote Schleifen mit Spruchbändern, auf denen steht: »Fröhliche Weihnachten!«
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Beautiful Agony*
Arian ist von seinem eintönigen Leben mehr als frustriert. Er arbeitet als Nachtwächter im Zoo, geht an den Wochenenden auf einschlägige Gay-Partys und verdient sich vor der Webcam was nebenbei, doch eigentlich will er nur eines: endlich seinen Mr.Right finden! An Angeboten mangelt es ihm nicht, doch er selbst ist äußerst masochistisch veranlagt und sein zukünftiger Partner sollte das passende Pendant dazu bilden, was sich als schwierig erweist. Beim Besuch eines noblen BDSM-Clubs wird ihm ein Angebot offeriert, das er nicht ausschlagen kann. Er bekommt die Chance, als einer von fünf Sklaven an einer „Black Wedding“ teilzunehmen, um doch noch den Dom seines Lebens zu finden. Der Haken ist: Er darf dabei nichts sehen und hat auch keinen Einfluss darauf, welcher der fünf Master ihn auswählt.
Die Veranstaltung erweist sich aber trotz seiner anfänglichen Bedenken als vielversprechend und Raik, der Mann, der Arian auswählt, scheint fast schon perfekt zu sein. Leider wird ihr Kennenlernen rüde von etwas unterbrochen, mit dem keiner gerechnet hat: dem Dritten Weltkrieg.


5 Gedanken zu „Themenmonat Protagonist – Die Protagonisten aus Beautiful Agony von Akira Arenth

  1. Sehr geiles Interview! Hab mich zwischendurch scheckig gelacht und die “Reihe” (in der keiner schubst XD) liebe ich sowieso! Bisschen schade find ich, das es im Text keine Absätze gibt, wenn jemand Neues spricht, und stattdessen zwischendurch große Absätze drin sind, die keinen Sinn machen. Ich denke mal, das wird beim reinkopieren des Originaltextes passiert sein, aber evtl. kann man das ja noch anpassen.
    Ansonsten vielen lieben Dank für das tolle Interview und ich freue mich auf weitere! LG Anni

    1. Freut mich, dass dir das Interview gefällt. Ich habe es tatsächlich ohne Absätze bekommen, sondern als kompletten Text. Die Absätze habe ich einfach nach Gefühl gesetzt. Ich lese noch einmal drüber und schaue, ob ich sie anders setzen kann. 😀

    2. Oh das Interview ist so schön und ein wahrer Trost für alle die diese Reihe über alles lieben.
      Was für eine tolle Idee.
      Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Beitrag.

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