Was verdiene ich als Buchblogger?

Was verdiene ich als Buchblogger?

Achtung: Dieser Beitrag bezieht sich nur auf mich. Wie es bei anderen Bloggern ist, weiß ich nicht. 

In letzter Zeit wurde der Ruf nach der Bezahlung von Buchbloggern laut. Produktblogger werden schließlich auch dafür bezahlt, dass sie ein Produkt testen. Aber geht das auch bei Buchbloggern? Die Frage habe ich mir tatsächlich gestellt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es nur teilweise möglich ist. 

Ich arbeite überwiegend mit Selfpublishern zusammen. Die ein oder andere Aktion mit Verlagen finden auch statt, aber das ist eher die Seltenheit. Nun müsst ihr euch den Verdienst eines Selfpublishers erst einmal anschauen. Auf der Seite von Andrea Ego gab es beispielsweise eine Auflistung, was sie eigentlich bislang an ihren Büchern verdient hat. Und das ist ernüchtern. Covergestaltung, Korrektorat und Lektorat sind teuer und schlucken viel Geld, was erst einmal wieder reingeholt werden muss. Da ist es sicherlich verständlich, dass dann für viele Autoren kein Geld mehr für Marketing übrig bleibt. Und da beginnt der Teufelskreislauf. 

neues Buch -> muss verkauft werden, um Geld zu verdienen -> Marketing bringt Verkäufe -> Marketing kann teuer sein -> Marketing kann sich nicht jeder leisten

Und da kommen wir Buchblogger ins Spiel. Denn beispielsweise ist mein *Service” kostenfrei. Natürlich kosten mich viele Beiträge viel Zeit und die Seite hier muss bezahlt werden, aber letztendlich ist es ein Hobby für mich, wie für andere das Sammeln von Briefmarken. Und natürlich wäre es super, wenn ich mit meinem Hobby Geld verdienen könnte, aber dafür habe ich einfach das falsche Klientel. Große Firmen können ihre Blogger für das was sie tun bezahlen, aber für viele Autoren wäre es ein zu großes finanzielles Risiko.

Und dennoch verdiene ich am Bloggen:

Presseexemplar

Es ist kein Geheimnis. Mir wird immer wieder ein Pressexemplar angeboten. Als E-Book oder sogar als Print. Meist Bücher, die ich vielleicht ohne Nachricht der Autoren nie gelesen hätte. Pro Monat nehme ich 2 Bücher an. Je nachdem, ob es sich um E-Books oder um Prints handelt, spare ich dort natürlich Kosten, da ich mir das Buch nicht selbst kaufen muss. Indirekt sind Pressexemplare dann natürlich auch Einnahmen für mich. Aber wer meine Seite kennt weiß, dass ich mir meine Bücher zu 90% selbst kaufe. 

Affiliate Links 

Vor ein paar Jahren bin ich über die Affiliate Links gestolpert. Aber was ist das eigentlich? Wie ihr sicherlich gemerkt habt, sind einige meiner Links von Amazon gekennzeichnet oder es steht Werbung darüber. Das sind diese Links. Das bedeutet, dass wenn ihr etwas über meinen Link kauft, ich eine kleine Aufwandsentschädigung bekomme. Bei Büchern sind dies 7% vom Nettoverkaufspreis. Sprich bei einem Buch von Brutto 0,99€ macht dies etwa 6-7 Cent aus, je nachdem wie Amazon dies berechnet. Als Käufer habt ihr dabei keine Nachteile. Denn ihr bezahlt für die Bücher natürlich nicht mehr. Aber mich könnt ihr damit ein wenig unterstützen. Damit kann ich nach aktuellem Stand nicht reich werden, aber es ist ein ganz netter Nebenverdienst, um sich das ein oder andere Buch leisten zu können oder um einfach die Kosten dieser Seite zu decken.
Hinweis: Meine Affiliate Links sind als Gewerbe angemeldet.

Aber könnten Buchblogger nicht trotzdem bezahlt werden?
Könnten bestimmt. Aber es ist immer die Frage, wer es sich leisten kann. Ich bezweifel, dass Autoren selbst (außer bei Pressexemplare) in die Tasche greifen würden. Schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass der Beitrag auch viele Leser erreicht. Bei Verlagen sieht es anders aus. Dort gibt es sicherlich Kontingent, welches dafür verwendet werden könnte. Aber ich bezweifel auch hier, dass es viel Sinn macht. In letzter Zeit sind gerade viele Kleinverlage insolvent gegangen, obwohl ich bei den ein oder anderen dachte, dass sie viele Bücher verkaufen.. 

Was denkt ihr über die Geschichte mit dem bezahlen? 🙂

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