Wie die Zusammenarbeit zwischen Buchblogger und Autor erfolgreich werden kann..

Hallo ihr Lieben ­čÖé
Letzte Woche habe ich euch berichtet, warum aus meiner Sicht die Arbeit des Buchbloggers f├╝r den Autor einen wichtigen Beitrag leisten kann. Nun m├Âchte ich euch gerne zeigen, wie die Arbeit zwischen den zwei Parteien erfolgreich werden kann. Diese Erfahrung beruht nat├╝rlich nur auf meinen Erfahrungen.

Den richtigen Blog finden
Im gro├čen World Wide Web gibt es unz├Ąhlige Blogs, die sich versuchen einen Namen zu machen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Viele sind mit Liebe gef├╝hrt, bei anderen schl├Ągt man die H├Ąnde ├╝ber dem Kopf zusammen. Viele neue Blogs sprie├čen hervor, aber wie finde ich den richtigen f├╝r mich? Zum Beispiel k├Ânnt ihr euch die Buchbloggertoplist von Lesestunden anschauen. Die Toplist richtet sich danach, wie hoch der Einfluss des Bloggers im Verh├Ąltnis von anderen Blogs ist und wie erfolgreich er damit ist. Mittlerweile sind dort schon einige 100 Blogs gelistet, also viel Arbeit, wenn man den richtigen finden m├Âchte. Die Alternative dazu, ist die Seite Rezisuche, die von dem Autoren Jannes C. Cramer gef├╝hrt wird. Hier findet ihr Blogs, die bereits das pr├Ąferierte Genre angegeben haben und ihr somit nicht erst nach diesen Suchen m├╝sst. Des Weitere k├Ânnt ihr aber auch von Bloggern angefragt werden. Der Vorteil der Seite: Ihr k├Ânnt zum Beispiel das nicht zur├╝ckmelden von Bloggern melden, was Konsequenzen hat. Habt ihr einen Blog ins Auge gefasst, schaut ihn euch an. Viele der Blogger haben einen extra Bereich, wo ihr sehen k├Ânnt, was sie lesen, wie lange es dauert oder andere Infos rund um das rezensieren. Nehmt euch das zu Herzen.

Bereits rezensierte B├╝cher anschauen
Findet ihr den Blog toll, schaut einfach mal unter den Rezensionen nach. Welche B├╝cher rezensiert der Blogger so? Sind sie so ├Ąhnlich wie meins? Ist das Genre oft vertreten? Ihr solltet auch schauen, ob euch die Rezensionen des Bloggers gefallen. Denn f├╝r einen Blogger ist es nicht sch├Ân, nach Ver├Âffentlichung der Rezension vom Autoren zu h├Âren, dass ihm die Art, wie die Rezension verfasst wurde nicht passt.

Wie schreibe ich den Blogger an?
Bitte sucht euch den Namen des Bloggers aus dem Impressum raus. Denn es ist nicht sch├Ân mit “Hallo Buchblogger” angeschrieben zu werden. Das erste No Go was viele Buchblogger dazu veranlasst, einfach gar nicht zu antworten. Denn daran sieht man direkt, dass der Autor einfach eine Standardmail rausschickt, bei der er sich nicht mal die M├╝he gibt, die Namen einzuf├╝gen. Im folgenden Liste ich euch mal auf, was in der Mail enthalten sein sollte:

Lieber XY
Kurze Vorstellung des Autor
Kurze Vorstellung des Buches mit Klappentext
Nennung des Genre
Link zum Buch
Wichtige Infos, die das Buch betreffen

Das sind f├╝r mich pers├Ânlich relevante Daten. Ich habe schon Mails bekommen, wo ich ernsthaft an dem Autor gezweifelt habe. ├Ç la “Ich habe ein Buch geschrieben, das Buch findest du unter XY, willst du meins rezensieren?” So What? Wo bleiben die Individualit├Ąt und die Wertsch├Ątzung? Nehmt euch ein wenig Zeit den Blogger richtig anzuschreiben, dann werdet ihr auf jeden Fall mehr Erfolg damit haben.

Ich habe eine Email versendet. Was mache ich nun?
Warten. Ich wei├č.. Geduld zu haben ist sehr schwer. Mir geht es auch so, wenn ich eine Email abgeschickt habe. Am liebsten h├Ątte man direkt es Feedback. Aber wir alle sind nur Menschen und befinden uns nicht 24 Stunden online. Gebt dem Blogger zwei Wochen Zeit. Vielleicht ist er im Urlaub oder gerade sehr besch├Ąftigt. In der Regel landen bei vielen erfolgreichen Bloggern, auch regelm├Ą├čig viele Emails im Posteingang. Sollte er sich nach 14 Tagen immer noch nicht bei euch gemeldet haben, schreibt ihn noch einmal an und fragt nach, ob die Email ankam und ob es vielleicht einen Grund gab, weshalb er nicht genantwortet hat. Kommt dann immer noch keine Antwort, vermerkt euch das auf einer Liste, sodass ihr den Blogger nicht noch einmal anschreibt.

Die R├╝ckmeldung des Bloggers
Sollte sich der Blogger zur├╝ckmelden, gibt es zwei M├Âglichkeiten: Ja ich will, Nein ich will nicht. Bei letzterem m├╝sst ihr das akzeptieren. Ein Zwingen hilft ihr nicht, denn wenn es nicht passt, passt es nun mal nicht und wer will schon eine Rezension von jemandem, dem das Buch schon vom Klappentext her nicht gef├Ąllt? Nun aber zu dem Wichtigeren: Ja, ich will. Die Freude ist gro├č, der Blogger m├Âchte. Fragt ihn nach seinem Format. Im Anschluss daran habt ihr wiederum zwei M├Âglichkeiten: Entweder ihr schickt es ihm direkt oder ihr schickt es erst, wenn er sich noch mal meldet, wenn er bereit dazu ist. Das zweite verhindert auf jeden Fall, dass das Buch untergeht und nicht in Vergessenheit ger├Ąt. Des Weiteren hat es den Vorteil, dass ihr noch einmal sehen k├Ânnt, ob er es wirklich ernst meint. Allerdings m├╝sst ihr dann auch bereit sein, dass Buch dann zu schicken. Ich hatte einem Autor mal gesagt, dass ich das Buch dann und dann rezensieren kann. Die Email hab ich dann rechtzeitig einen Monat vorher rausgeschickt, damit genug Zeit bleibt. Nach zwei Wochen hab ich ihn noch mal angeschrieben, ob er meine Email nicht bekommen hat und, dass ich ihn aus der Liste nehme, wenn er sich innerhalb zwei Wochen nicht meldet. Fristsetzung ist alles. Tja nach 3 Wochen hatte ich dann endlich eine R├╝ckmeldung, aber den Platz hatte ich bereits wieder vergeben. Das ist dann leider das Pech des Autor gewesen.

Zeitliche Vereinbarung
Sprecht euch mit dem Blogger dar├╝ber aus, wann er das Buch lesen und rezensieren kann. Dann habt ihr die Chance alles im Blick zu haben. Sollte der Blogger n├Ąmlich weit ├╝ber der Zeit sein, k├Ânnt ihr ihn noch einmal nett anschreiben und nachfragen.

Was mache ich, wenn sich der Blogger nie wieder bei mir meldet?
Rechtlich gesehen, habt ihr keine Chance etwas dagegen zu tun. Es gibt keinen Vertrag der euch absichert und leider ist es dann Pech f├╝r euch. Dem Blogger 1000 Mails zu schreiben und ihn lautstark auf seinen Fehler hinzuweisen, bringt nichts. Vielmehr k├Ânnte das euch Schaden. Leider m├╝sst ihr es so hinnehmen, aber ich pers├Ânlich w├╝rde mir den Blogger aufschreiben. Denn manchmal gibt es so gerissene Wesen, die noch Mal wegen eine Reziexemplar anfragen.

Die Rezension
Zwei Varianten: Positiv & negativ. Erstens macht gl├╝cklich. Theoretisch hat man nicht viel auszusetzen. Zweitens ist nicht toll, aber auch hier habt ihr keine Chance etwas zu tun. Wenn die Kritik ordentlich geschrieben ist, nehmt es so hin und lernt daraus. Ich kenne Autoren, die ganz und gar nicht kritikf├Ąhig sind und ich muss sagen, dass ich mit diesen nie wieder arbeiten w├╝rde. Ihr kommt zu uns, wollte eine ehrliche Meinung, sie ist nicht nach eurem Geschmack und dann seid ihr sauer? Das geht nicht. Klar d├╝rft ihr sauer sein, aber f├╝r euch. Auch hier solltet ihr dem Rezensenten danken, dass er sich die Zeit genommen hat. Denn auch aus einer negativen Rezension kann man viel lernen. Nehmt es euch zu Herzen und versucht es beim n├Ąchsten Mal umzusetzen.

Antwort auf die Linksendung der Rezension
Liebe Autoren, und das meine ich jetzt wirklich sehr sehr ernst. Nehmt euch einen kleinen Moment und gebt auch dem Rezensenten ein kleines Feedback auf seine Rezension und vor allem antwortet darauf. Ich habe schon einiges erlebt: ├ťber keine Antwort, zu ich habe jetzt keine Zeit, als auch Danke war alles dabei. Auch wir Blogger wollen f├╝r unsere Arbeit wertgesch├Ątzt werden. Denn es macht uns doch nur Spa├č, wenn wir auch etwas zur├╝ckbekommen und das nicht nur auf materieller Ebene.

Und was danach?
Nur, weil die Rezension geschrieben ist, hei├čt es nicht, dass man am Ende angelangt ist. Hat euch die Zusammenarbeit gefallen, vermerkt es doch bitte. Denn so entsteht f├╝r euch eine Liste an Bloggern, mit denen ihr gerne zusammenarbeitet und denen ihr eurer n├Ąchste Buch wieder schicken k├Ânnt, wenn ihr nachgefragt habt, ob es passt. Nat├╝rlich muss nicht nur die Rezension auf dem Blog erscheinen. Wie w├Ąre es mit einem Interview, einer Blogtour oder einem Gewinnspiel?

Mein Fazit
Die Zusammenarbeit und Autor kann reibungslos ablaufen, wenn beide Parteien sich auf die aufgestellten Regeln halten. Wenn ihr euch an ein paar Tipps haltet, sollte die Zusammenarbeit klappen. ­čÖé

Welche Erfahrung habt ihr schon gemacht? ­čÖé

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